Vor allem im Rietberger Raum ändert sich für viele Halter jedoch nichts Tierseuchenverfügung aufgehoben

Kreis Gütersloh (WB). Die Tierseuchenverfügungen zum Schutz gegen die Geflügelgrippe vom 20. und 21. Dezember vergangenen Jahres sind aufgehoben. Dies teilte am Dienstag der Kreis Gütersloh mit. Damit gelten die in der Verfügung genannten Einschränkungen wie beispielsweise der Transport von Geflügel und Geflügelprodukten nicht mehr.

Die Tierseuchenverfügungen zum Schutz gegen die Geflügelgrippe sind aufgehoben worden. Allerdings kann noch nicht jeder Geflügelhalter im Kreis Gütersloh davon profitieren.
Die Tierseuchenverfügungen zum Schutz gegen die Geflügelgrippe sind aufgehoben worden. Allerdings kann noch nicht jeder Geflügelhalter im Kreis Gütersloh davon profitieren. Foto: dpa

Dies gilt jedoch nur für einen Teil des damals eingerichteten Sperrbezirks beziehungsweise Beobachtungsgebiets. 30 größere Betriebe und rund 300 Hobbyhalter profitieren von der Aufhebung.

Für viele Geflügelhalter im Rietberger Raum wird jedoch alles beim Alten bleiben: Durch den Ausbruch der Geflügelpest in Delbrück-Westenholz (Kreis Paderborn) liegen sie in einem neuen zum großen Teil überlappenden Beobachtungsgebiet oder Sperrbezirk. Die entsprechende Tierseuchenverfügung (Allgemeinverfügung) vom 12. Januar dieses Jahres hat weiterhin Bestand.

Stallpflicht bleibt bestehen

Nicht mehr den Einschränkungen unterworfen sind vor allem die nördlichen Bereiche des alten Beobachtungsgebietes, also Geflügelhalter in einem Streifen von Schloß Holte-Stukenbrock über Verl bis Gütersloh. Eine Karte im Internetauftritt des Kreises unter www.kreis-guetersloh.de (»Geflügelpest in Westenholz«) zeigt den bestehenden Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet. Unabhängig davon gilt nach wie vor kreisweit die Stallpflicht für Geflügel.

Die Veterinäre des Kreises hatten nach dem Fund eines an Geflügelpest verendeten Storches im Bereich des Steinhorster Becken in Delbrück, Kreis Paderborn, an der Grenze zum Kreis Gütersloh und dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Legegänse-Betrieb im Rietberger Ortsteil Westerwiehe umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen angeordnet.

Veterinäre geben Entwarnung

Durch virologische Untersuchung des Friedrich-Loeffler-Institutes war zunächst bei dem Storch das hochpathogene aviäre Influenza-A-Virus des Subtyps H5N8 nachgewiesen worden. Wenige Tage später wurde die Geflügelpest dann bei dem Bestand in Westerwiehe nachgewiesen, rund 8000 Gänse mussten getötet werden. Die Veterinäre gehen jetzt nicht mehr davon aus, dass das Virus von den Ausbruchsherden aus verschleppt wird, deswegen die Aufhebung der Tierseuchenverfügung.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.