Städtisches Klinikum gleicht 1,6 Millionen Euro hohes Defizit aus – neue Kredite »Das Jahr steckt in den Knochen«

Gütersloh (WB). Noch vor den Sommerferien wird die Stadt entscheiden müssen, ob sie ihrem eigenen Klinikum weitere Darlehen gewährt. Geschäftsführerin Maud Beste hätte gern so um die sieben Millionen Euro. Ganz wohl ist der Stadt dabei offenbar nicht.

Von Stephan Rechlin
Defizit abgebaut und mindestens 100 000 Euro draufgelegt. Maud Beste, Jens Alberti, Anne Breitenbach (von links) und den Beschäftigten des Städtischen Klinikums Gütersloh steckt ein hartes Geschäftsjahr 2016 in den Knochen.
Defizit abgebaut und mindestens 100 000 Euro draufgelegt. Maud Beste, Jens Alberti, Anne Breitenbach (von links) und den Beschäftigten des Städtischen Klinikums Gütersloh steckt ein hartes Geschäftsjahr 2016 in den Knochen. Foto: Wolfgang Wotke

Sie bindet die Bewilligung eines Teils der gewünschten Kredite an die Auflage, dass Maud Beste das Jahresergebnis 2016 mit einem 500 000 Euro hohen Überschuss abschließen möge. Aufsichtsrat und Finanzausschuss blicken noch erschrocken auf das Jahr 2015, in dem Beste den kompletten, mit 5,5 Millionen Euro gefüllten, verwaltungsinternen Cash-Pool nicht nur aufbrauchte, sondern mit 604 000 Euro sogar überzog. Dennoch reichte das Geld nicht. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Defizit in Höhe von 1,6 Millionen Euro ab.

Über die exakte Höhe des Jahresergebnisses 2016 vermochte Maud Beste vor der Presse noch keine Auskunft zu geben. Es wird erst Mitte Juni genau berechnet sein. Eine halbe Million Euro Überschuss dürften wohl nicht dabei herauskommen. Doch das Jahr wird mit einer sechsstelligen schwarzen Zahl in der Gewinn- und Verlustrechnung abschließen – und das ist in der deutschen Krankenhauslandschaft bereits eine kleine Sensation. Es bedeutet, dass das Städtische Klinikum um mindestens 1,7 Millionen Euro besser gewirtschaftet hat als 2015. »Auf dem Papier liest es sich so einfach ab. Doch glauben Sie mir, das Jahr steckt uns in den Knochen«, sagt Beste auch im Namen von Pflegedienstleiter Jens Alberti, des Ärztlichen Direktors Dr. Gero Massenkeil und der kaufmännischen Direktorin Anne Breitenbach.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag, 21. Januar, im WESTFALEN-BLATT, Wochenendausgabe Gütersloh.

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