Prozess in Bielefeld Prozess um ausgesetztes Baby: Strafe für Mutter reduziert

Bielefeld (dpa). Eine Mutter, die ihr Neugeborenes in einer Plastiktüte im Gebüsch zurückließ, muss statt vier nur für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. In der Neuauflage des Prozesses reduzierte das Landgericht Bielefeld am Montag die Strafe wegen versuchten Totschlags.

Michaela C. (links) im Prozess.
Michaela C. (links) im Prozess. Foto: Bernhard Pierel

Der Bundesgerichtshof hatte das erste Urteil vom April 2016 ausgehoben, weil die Richter Fehler bei der Begründung ihrer Entscheidung gemacht hatten.

Die inzwischen 40 Jahre alte Leiharbeiterin aus Gütersloh hatte damals unter Tränen eingeräumt, ihr Kind nach verheimlichter Geburt in eine Plastiktüte gesteckt und in das Gebüsch gelegt zu haben.

Nur durch Zufall war das Baby nach Stunden ausgekühlt und ausgetrocknet gefunden worden. Ein Gutachter diagnostizierte bei der mehrfachen Mutter eine Wahrnehmungsstörung, die ihre Schuldfähigkeit mindere.

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