Brandschaden an Tankstelle soll Ende Januar behoben werden Katastrophe verhindert

Gütersloh (WB/cabo). Ein 19 Jahre alter Gütersloher, der Mitte September vergangenen Jahres in Lager- und Verkaufsraum einer Tankstelle an der Kaiserstraße 48 Feuer gelegt haben soll, hat bald einen Termin bei der Polizei. Nach Angaben von Sprecherin Corinna Koptik (45) soll der Tatverdächtige erneut verhört werden.

Nach dem Brandfall im vergangenen September ist die Tinex-Tankstelle an der Kaiserstraße 48 geschlossen.
Nach dem Brandfall im vergangenen September ist die Tinex-Tankstelle an der Kaiserstraße 48 geschlossen. Foto: Carsten Borgmeier

In der Nacht zu Samstag, 17. September, war die Gütersloher Feuerwehr zu dem hochbrisanten Einsatz gerufen worden: »Dort lagerten in Tanks im Erdboden im Bereich der Zapfsäulen etwa 20.000 Liter Benzin und Diesel«, berichtete jetzt Inhaber Rolf Güth.

Wenn das offenbar im rückwärtigen Lagerraum gelegte Feuer zu den Betriebsstoffen gelangt wäre, hätte das eine Explosion ungeahnten Ausmaßes geben können, meinte der Eigentümer des Areals an Kaiser-, Wilbrandtstraße und Klessmannsweg.

Güth, der eine zweite Tankstelle mit Waschstraße an der Carl-Bertelsmann-Straße 17 betreibt, lobte in Zusammenhang mit der mutmaßlichen Brandstiftung ausdrücklich die Gütersloher Feuerwehr. Die habe durch ihr professionelles, umsichtiges Vorgehen Schlimmeres verhindert, so Güth.

Anlage wohl im Frühjahr wieder in Betrieb

Derzeit steht der Unternehmer mit seiner Versicherung in Kontakt, um den Schaden zu regulieren. Wie Rolf Güth erläuterte, soll die Tankstelle an der Kaiserstraße 48 schätzungsweise in drei bis vier Wochen saniert werden.

Der Inhaber geht davon aus, die Anlage im Frühjahr wieder in Betrieb nehmen zu können. Den durch das Feuer und die Löscharbeiten geschädigten Gebäudebestand will Güth grundlegend erneuern lassen. Er kalkuliert dafür etwa 100.000 Euro ein. Ob dann »in einem Abwasch« auch die Zapfsäulen modernisiert werden, stehe noch nicht fest.

Nach Informationen dieser Zeitung soll sich der Brandstifter in der Tatnacht beim Einschlagen eines Fensters verletzt und somit eindeutige Spuren hinterlassen haben.

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