Franz-Josef Pawlewski und Ulrike Lohmann zeigen ihr kleines Krippen-Kunstwerk Die Liebe steckt im Detail

Gütersloh (WB). Es gibt sie aus Holz, Porzellan, Pappe oder sogar Schokolade und Marzipan, mal winzig klein oder lebensgroß, manchmal sogar mit echten Darstellern: Krippen. Franz-Josef Pawlewski (63) besitzt wohl eine der schönsten privaten Krippen in Gütersloh. Zu Weihnachten aufgebaut, wandert sie erst wieder im Februar in seinen Keller.

Von Wolfgang Wotke
Mit dieser Krippe können schon die Allerkleinsten die Geschichte rund um die Geburt von Jesus kennenlernen. Franz-Josef Pawlewski und seine Lebensgefährtin Ulrike Lohmann besitzen ein kleines Kunstwerk. Mehr als 60 Figuren sind in das Geschehen integriert.
Mit dieser Krippe können schon die Allerkleinsten die Geschichte rund um die Geburt von Jesus kennenlernen. Franz-Josef Pawlewski und seine Lebensgefährtin Ulrike Lohmann besitzen ein kleines Kunstwerk. Mehr als 60 Figuren sind in das Geschehen integriert. Foto: Wolfgang Wotke

Besonders die Kinder lieben die Szenarien mit Maria, Josef und dem Jesuskind, eingerahmt von den Hirten, Ochs und Esel sowie später den Heiligen Drei Königen. Kein Wunder, dass viele Familien sie wieder unter ihrem Weihnachtsbaum aufgestellt haben. Für Franz-Josef Pawlewski und seine Lebensgefährtin Ulrike Lohmann (62) ist das dann immer etwas ganz Besonderes.

Zum Einkauf bis nach Tschechien

»Wir sind echte Krippenfans«, gesteht der Industriekaufmann und verrät, dass er seine Krippe, die in seinem Wohnzimmer schon längst keinen Platz mehr findet und deshalb auf der Terrasse steht, von Jahr zu Jahr immer wieder vergrößert. »Ich fahre sogar bis nach Bayern und Tschechien auf Weihnachtsmärkte, um einzigartige Figuren und Utensilien dafür einzukaufen.«

Caspar, Melchior und Balthasar sind die Heiligen Drei Könige. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil in jeder Krippe. Foto: Wotke

Mittlerweile sei sie auf 2,3 Quadratmeter Größe angewachsen, und mehr als 60 Figuren erzählen die Weihnachtsgeschichte. Sogar die kleinen Lichter sind echt, auch ein Mini-Brunnen sprudelt Wasser. Moose und frische Hölzer holt er aus den heimischen Wäldern. »Dort finde ich immer etwas, dass dazu passt.«

Der Aufbau im Hause Pawlewski hat seit mehr als zehn Jahren Tradition. »In der Nacht zum Heiligabend wird das Kunstwerk installiert, und meistens steht es erst am Morgen«, berichtet Ulrike Lohmann, die sich dann an der Krippe gar nicht satt sehen kann. »Ich entdecke immer wieder neue Details, die hinzugefügt sind.« Vor allem ihre neun Enkelkinder erfreuten sich daran.

Krippe soll noch größer werden

Eine Szene der Krippe fällt gerade jetzt besonders ins Blickfeld: die Reise der Heiligen Drei Könige (Kaspar, Melchior und Balthasar). Pawlewski: »Ich werde sie am 6. Januar direkt vor den Stall stellen, denn nach der Überlieferung sind sie ja an diesem Datum angekommen.«

Wenn die eigenen Kinder und Enkelkinder als auch die Nachbarn in den nächsten Tagen zu Besuch kommen, um die Krippe zu bestaunen, will Franz-Josef Pawlewski den Grill anfeuern: dann spendiert der Krippenbauer selbst gemachten Glühwein, Bratwürstchen mit Kartoffelsalat. Und er will allen sein kleines Geheimnis verraten: »Nächstes Weihnachten wird die Krippe noch viel größer!«

Am 2. Februar wird Maria Lichtmess, das Fest zur Darstellung des Herrn im Tempel, 40 Tage nach Weihnachten gefeiert. An diesem Tag vereinen sich biblische und weltliche Traditionen. Es ist der Tag, an dem der Weihnachtsschmuck wieder aus den Kirchen und Häusern entfernt wird. »Da wird sie abgebaut und verstaut.«

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