Sabine Bartnik rät zum ganzheitlichen Ansatz Nach dem Fest kneift die Hose: Ernährungsberaterin gibt Abnehmtipps

Gütersloh  (WB). Sind die Festtage vorüber, kneift plötzlich die Hose: Gänsebraten, Kartoffelsalat, Wein, Bier oder Torte haben ihre Spuren hinterlassen – viele Menschen haben zugenommen. Wie die Jeans nach der Schlemmerzeit wieder besser passt, erklärt Ernährungsberaterin Sabine Bartnik.

Von Carsten Borgmeier
Seit 25 Jahren ist die aus dem Sauerland stammende Sabine Bartnik (51) bei der AOK als Ernährungsberaterin tätig. Die Diplom-Ökotrophologin empfiehlt, mit Genuss, Geduld und Sport die über Weihnachten angefutterten Kilos zu reduzieren.
Seit 25 Jahren ist die aus dem Sauerland stammende Sabine Bartnik (51) bei der AOK als Ernährungsberaterin tätig. Die Diplom-Ökotrophologin empfiehlt, mit Genuss, Geduld und Sport die über Weihnachten angefutterten Kilos zu reduzieren. Foto: Carsten Borgmeier

Die aus dem Sauerland stammende Diplom-Ökotrophologin ist in dieser Funktion bereits seit 25 Jahren bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) tätig. Bartnik rät davon ab, beim jüngsten Blick auf die Waage in Hektik oder Panik zu verfallen. Wer glaube, jetzt mit Crash-Diäten schnell Pfunde zu verlieren, der werde langfristig scheitern.

Tipp: Stress im Alltag reduzieren

Die 51-Jährige rät vielmehr zum ganzheitlichen Ansatz: Dazu gehöre neben einer ausgewogenen Ernährung mit mehr Obst und Gemüse auch, sich mehr zu bewegen und den Stress in Alltag und Beruf zu reduzieren. Wer jetzt nach Weihnachten und Silvester mit traditionell eher ungesundem Essen (»zu fett, zu viel Zucker und somit zu kaloreinreich«) kleine, erreichbare Ziele formuliere, werde nicht so schnell enttäuscht.

Sabine Bartnik, die pro Woche etwa 20 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Ernährungsfragen berät, hält auch ein verbissenes Kalorien-Zählen für falsch. »Beim Essen sollte es eher um bewusstes Genießen in Kombination mit einem Maß an Disziplin gehen«, berichtet die Expertin, hilfreich sei ein Tagebuch, in dem notiert werde, was auf den Tisch kam.

Zwei Kilo pro Monat sind realistisch

Grundsätzlich rät Bartnik dazu, bei den täglichen drei Hauptmahlzeiten den Obst- und Gemüseanteil zu vergrößern, fettreiche Kost wie paniertes Schnitzel, Pizza oder Pommes zu reduzieren. »Gegen zwei oder drei kleine Schokoladenkekse am Tag spricht nichts, aber ein Apfel als Süßigkeit wäre besser«, so Bartnik. Sie ergänzt: »Regelmäßiger Sport ist sehr wichtig, um das Gewicht zu reduzieren, denn er aktiviert Stoffwechsel und Muskelaufbau.« Sie hält es für realistisch, das Gewicht pro Monat um bis zu zwei Kilogramm zu reduzieren.

»Kleine Schritte sind besser als keine Schritte«

Genau das haben sich jetzt zum Jahresanfang Michaela (46) und Oliver Bublitz (47) vorgenommen. Die Eheleute aus Beckum ließen sich von Olaf Bartel (52) in dessen Sportgeschäft an der Münsterstraße beim Kauf neuer Laufschuhe beraten. »Wir haben wegen der Kinder 15 Jahre pausiert, über Weihnachten natürlich auch geschlemmt, doch 2017 wollen wir wieder mit dem Sport beginnen«, berichtet Oliver Bublitz. »Wir werden schon gleich loslegen«, ergänzt Ehefrau Michaela.

Drei Mal pro Woche jeweils 30 Minuten zu laufen, rät Bartel den Wiedereinsteigern. Wichtig sei jedoch das individuelle Körpergefühl: »Kleine Schritte sind besser als keine Schritte«, so der Experte.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.