Kreise Gütersloh und Paderborn ziehen vor das Bundesverwaltungsgericht Kükentötung: Revision zugelassen

Gütersloh/Paderborn/Leipzig(WB/bex). Das massenhafte Töten von Eintagsküken wird ein Fall für das Bundesverwaltungsgericht. Das Leipziger Gericht hat in den Verfahren der Kreise Gütersloh und Paderborn eine Revision zugelassen. Das hat am Montag eine Gerichtssprecherin dem WESTFALEN-BLATT bestätigt.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Die Kreise gehen gegen ein  Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster vor. Es hatte im Mai das systematische Töten männlicher Küken für vereinbar mit dem Tierschutz erklärt. Das Töten der Küken sei nicht zu beanstanden, weil das Bundestierschutzgesetz dies erlaube. Revision gegen die Urteile wurde nicht zugelassen. Dagegen hatten die unterlegenen beiden Kreise auf »Veranlassung des Umweltministeriums« Beschwerde eingelegt, wie das Ministerium damals mitteilte. Das Land  hatte die Behörden 2013 angewiesen, den Brütereien das Töten der Eintagsküken zu untersagen. Elf Brütereien hatten daraufhin gegen zwei Kreise geklagt, das OVG hatte ihre Sicht bestätigt. Die Bundesregierung lehnt ein Verbot ab und hofft auf eine technische Lösung, bei der männliche Embryos vor dem Brüten aussortiert werden.

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