Hat die Kontaktanlage auf den Schienen die Warnleuchte zu spät ausgelöst? Staatsanwalt ermittelt weiter

Gütersloh-Blankenhagen (WB). Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat das Verfahren gegen den Fahrer (25) des weißen Kombis eingestellt, der im vergangenen Mai am Bahnübergang Blankenhagen mit einem Museumszug der Osning-Bahn kollidiert ist. Dabei waren die Eltern des Fahrers ums Leben gekommen.

Von Stephan Rechlin
Durch den Unfall am Bahnübergang Blankenhagen haben zwei Insassen des Autos ihr Leben verloren.
Durch den Unfall am Bahnübergang Blankenhagen haben zwei Insassen des Autos ihr Leben verloren.

Gegen die Einstellung der Ermittlungen gegen die Teutoburger Wald Eisenbahn (TWE) hat Dr. Horst-Peter Strickrodt, der Anwalt des Fahrers, dagegen Einspruch beim Generalstaatsanwalt in Hamm eingelegt. Grund: Mehrere Zeugenaussagen sprechen nach Ansicht Strickrodts dafür, dass die mehr als 50 Jahre alte Kontaktanlage am Bahnübergang versagt und die Warnleuchte erst verspätet ausgelöst habe. Dem Einwand wurde stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft wird diesen Verdacht mit Hilfe eines Gutachtens prüfen lassen müssen. Für den Bau einer Schrankenanlage hat die Stadt 68 000 Euro in ihrem Haushalt für 2017 eingeplant. Den Rest der rund 300 000 Euro hohen Kosten werden das Land und die TWE aufbringen müssen.

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