Stadt fordert Vorkehrungen, die solche Vorfälle ausschließen – Anwohner sind besorgt Zimmermann forscht nach Brandursache

Gütersloh (WB). Obwohl der erneute Brand beim Sonderabfallentsorger Zimmermann Polizeiangaben zufolge keine Gefahr für die Bevölkerung verursachte, äußert Ordnungsdezernentin Christine Lang Verständnis für die Sorgen der Anlieger. »Wir müssen sichergehen können, dass alle Vorkehrungen getroffen werden, um solche Vorfälle auszuschließen«, stellt sie in einer Pressemitteilung fest.

Von Stephan Rechlin
Gut 70 Einsatzkräfte löschen den Brand bei der Firma Zimmermann. Ein Teil von ihnen hielt noch in der Nacht und bis in den Samstag hinein Brandwache.
Gut 70 Einsatzkräfte löschen den Brand bei der Firma Zimmermann. Ein Teil von ihnen hielt noch in der Nacht und bis in den Samstag hinein Brandwache.

Mit Schaum und rund 50 Kubikmeter Mutterboden erstickten rund 70 Einsatzkräfte am späten Freitagabend den Brand, der offensichtlich durch Verpuffungen in einer Mischhalle entstanden war. Mit dem Löschzug rückten auch zwei ABC-Messfahrzeuge mit insgesamt sechs Messeinrichtungen aus, die während des Einsatzes alle Straßen im Umkreis abfuhren, um vorsorglich die Belastung durch Schadstoffe zu messen. Da an keiner Stelle - auch im unmittelbaren Anschluss an das Betriebsgelände - erhöhte Werte registriert wurden, konnte auf eine Warnung der Anlieger verzichtet werden.

Der Brand wurde umgehend der Bezirksregierung und dem Land als zuständige Umweltbehörde gemeldet. Auch von dort war ein Vertreter am Abend vor Ort. Bei Zimmermann hat neben den Aufräumarbeiten bereits die Ursachenforschung begonnen, wie das Unternehmen am Samstag erklärte. Das Material, das den Vorfall verursacht habe, werde sortiert und die einzelnen Komponenten labortechnisch untersucht und ausgewertet. Ergebnisse sollen heute vorliegen. Christine Lang setzt dabei eine enge Kooperation von Firma und Aufsichtsbehörde

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