Hobby-Historikerin Brunhilde Kohls hat mehr Informationen als das Stadtarchiv Zeitreise mit Güths Mariechen

Gütersloh (WB). Freitagnachmittag, Berliner Straße: Auf der belebten Gütersloher Einkaufsmeile zieht eine ältere Dame in ihrem historischen Gewand die Blicke der staunenden Passanten auf sich. Gerade hat die eineinhalbstündige Zeitreise von Güths Mariechen, die im wirklichen Leben Brunhilde Kohls heißt, begonnen. 20 Menschen – ausschließlich Rentner – folgen der charmanten Stadtführerin.

Von Uwe Caspar
Kleiner Geschichtsunterricht am Kolbeplatz: Das aktuelle Güths Mariechen steht vor der Statue der einst so beliebten Marktfrau und erzählt den Besuchern Anekdoten aus dem bewegten Leben der siebenfachen Mutter, die das Stadtleben mitprägte.
Kleiner Geschichtsunterricht am Kolbeplatz: Das aktuelle Güths Mariechen steht vor der Statue der einst so beliebten Marktfrau und erzählt den Besuchern Anekdoten aus dem bewegten Leben der siebenfachen Mutter, die das Stadtleben mitprägte. Foto: Uwe Caspar

»Meine Herren, die Scheckkarten bleiben kalt«, ermahnt die 69-Jährige schmunzelnd ihre männlichen Gäste, bevor die Führung in der Berliner Straße mit ihren zahlreichen Geschäften startet. Trotz mehrfacher Sanierung entdeckt Brunhilde Kohls auf den Fassaden noch Details aus früheren Zeiten, auf die sie die Rundgang-Teilnehmer immer wieder aufmerksam macht.

Zum Beispiel auf den steinernen Kiepenkerl mit Zigarre, der das Gebäude eines Bekleidungsshops ziert. Ins Auge fällt auch ein goldener Löwe über dem Eingang eines Ladens, der einst als Apotheke diente. »Trotzdem hieß sie nicht Löwen-Apotheke«, klärt Kohls auf.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag, 18. Juli, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Gütersloh.

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