Vom Aussterben bedroht: Zauneidechsen erkämpfen sich Lebensraum in Avenwedde Neues Zuhause am Bahndamm

Gütersloh-Avenwedde (WB). Die mit mehr als 160 Stundenkilometern durchrauschenden ICE-Schnellzüge stören sie nicht. Auch der Publikumsverkehr auf dem Bahnsteig scheint ihnen egal zu sein: Die in Nordrhein-Westfalen stark gefährdeten Zauneidechsen haben nahe den Gleisen in Avenwedde ein neues Zuhause gefunden.

Von Carsten Borgmeier
Dr. Burkhard Thiesmeier (62, links) und Dr. Jürgen Albrecht (62) wollen die Zauneidechsen schützen.
Dr. Burkhard Thiesmeier (62, links) und Dr. Jürgen Albrecht (62) wollen die Zauneidechsen schützen. Foto: Carsten Borgmeier

Das ist ein Ergebnis eines Projektes im Auftrag der Stadt Gütersloh: Gemeinsam mit dem Bielefelder Biologen Dr. Burkhard Thiesmeier hat Dr. Jürgen Albrecht als Leiter des Fachbereichs Umwelt erstmals systematisch die im Stadtgebiet vorkommenden Reptilien erfassen lassen.

Bürger haben mitgeholfen

Zahlreiche Bürger haben dabei mitgeholfen und ihre Beobachtungen gemeldet. »Wir sind weiterhin sehr an Meldungen aus der Bevölkerung über Blindschleichen und Eidechsen interessiert«, sagt Dr. Albrecht. Solche Beobachtungen können unter Tel. 0 52 41 / 82 22 50 oder über die Internetseite www.reptilien.guetersloh.de weitergegeben werden.

Die bis zu 24 Zentimeter großen Zauneidechsen spielen dabei neben Blindschleichen und Waldeidechsen eine zentrale Rolle: Nach dem Bundesnaturschutzgesetz gilt die Zauneidechse als »streng schützenswert«. Und nicht nur das: Das Reptil genießt in Deutschland einen planungsrelevanten Status.

In Ausnahmefällen werden die Tiere umgesiedelt

Das heißt: Größere Bauvorhaben in Gebieten, in denen Zauneidechsen leben, können demnach nur dann ausgeführt werden, wenn die Belange der Tiere dabei berücksichtigt werden. In Ausnahmefällen kann eine fachgerechte Umsiedlung helfen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Wochenende, 16. und 17. Juli, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Gütersloh.

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