Verstoß gegen Mengenbegrenzung im vergangenen Jahr Aufsicht ermittelt gegen Zimmermann

Gütersloh (rec). Der Sonderabfallentsorger Zimmermann hat im vergangenen Jahr mehr Sondermüll verarbeitet als genehmigt war. Die Bezirksregierung Detmold hat deshalb rechtliche Schritte gegen die Firma ein­geleitet.

Die Firma Zimmermann hat 2015 mehr Sonderabfall behandelt als erlaubt.
Die Firma Zimmermann hat 2015 mehr Sonderabfall behandelt als erlaubt. Foto: Stephan Rechlin

In welchem Ausmaß die genehmigten 65 000 Tonnen Sonderabfall pro Jahr für die Feststoff-Konditionierungsanlage und die 30 000 Tonnen für die Vorbehandlungsanlage überschritten wurden, teilte Umweltdezernentin Christine Lang im Hauptausschuss nicht mit.

Anlass ihrer Auskunft waren Anfragen von CDU und SPD zum derzeit laufenden Genehmigungsverfahren zur Ausweitung der Verarbeitungsmengen. Formal ist die Stadt Gütersloh nicht in dieses Verfahren eingebunden. Die Bezirksregierung Detmold entscheidet allein, ob und wann sie die gewünschte Betriebserweiterung genehmigt und welche Auflagen sie vielleicht dazu macht.

Den weiteren Antworten Langs zufolge hat die Bezirksregierung bereits eine Ergänzung zum Geruchsgutachten angefordert. Darüber hinaus werde es eine »Geruchsbegehung« geben, in der geprüft wird, ob die gemessenen, rechtmäßigen Werte tatsächlich eingehalten werden.

Einen Störfall im Sinne einer Emission, eines Brandes oder einer Explosion größeren Ausmaßes hat es bei der Firma Zimmermann bisher nicht gegeben, wurde im Ausschuss mitgeteilt.

Bei der Feuerwehr gebe es auch keine Kenntnis von einem Containerbrand in jüngster Zeit, bei dem die Feuerwehrleute zwei Tage lang im Einsatz gewesen sein sollen. Der letzte Containerbrand liegt Lang zufolge fünf Jahre zurück. Stadt und Unternehmen wollen einen Runden Tisch einberufen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.