Hausgerätehersteller will Familie und Beruf in Einklang bringen Miele baut eigene Kita

Gütersloh (WB). Miele-Beschäftigte in Gütersloh können ihren Nachwuchs von 2018 an in einer betriebseigenen Kindertagesstätte (Kita) betreuen lassen.

Von Carsten Borgmeier
Olaf Bartsch, Jörg Uhr, Britta Hüfing, Sabine Peters, Henning Schulz, Joachim Martensmeier, Christoph Kirschner, Kristin Terborg und Heinrich Voßhans (von links) legen sich für den symbolischen Spatenstich mächtig ins Zeug.
Olaf Bartsch, Jörg Uhr, Britta Hüfing, Sabine Peters, Henning Schulz, Joachim Martensmeier, Christoph Kirschner, Kristin Terborg und Heinrich Voßhans (von links) legen sich für den symbolischen Spatenstich mächtig ins Zeug. Foto: Carsten Borgmeier

Der Finanzchef des Hausgeräte-Herstellers, Olaf Bartsch, hatte gestern zum symbolischen Spatenstich auf das Grundstück an der Carl-Miele-Straße/Ecke Viktoriastraße geladen.

Wo bis vor kurzem fast 100 Jahre alte Werkswohnungen gestanden hatten, wird nun unter anderem für bis zu 65 Mädchen und Jungen eine Kita errichtet. Etwa 25 Fachkräfte sollen die Kinder vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt betreuen.

Damit will Miele (Umsatz 3,5 Milliarden Euro, weltweit fast 18 000 Beschäftigte) am Hauptsitz in Gütersloh dafür sorgen, dass Eltern in der Belegschaft Familie und Beruf besser in Einklang bringen können.

Olaf Bartsch, Geschäftsführer Finanzen und Hauptverwaltung, begrüßte auf der Baustelle gemeinsam mit Christoph Kirschner (Leiter der Miele-Grundstücksverwaltung) und Betriebsrat Jörg Uhr Bürgermeister Henning Schulz (CDU) und Bildungsdezernenten Joachim Martensmeier.

Denn die Größe der Einrichtung war im Vorfeld mit dem Bedarfsplan der Stadt abgestimmt worden, da ungefähr 20 bis 25 Prozent der Plätze auch mit Mädchen und Jungen belegt werden sollen, deren Eltern nicht bei Miele arbeiten.

Mit Sabine Peters, Britta Hüfing und Kristin Terborg griffen überdies Fachkräfte des späteren Betreibers, der PME-Familienservice GmbH, mit zum Spaten. Sie führen derzeit noch die Kita »Adventure Kids« am Bachschemm, die aber wegen eines Bauvorhabens des Grundstückseigentümers weichen muss und in der Miele-Kita aufgehen soll.

Aufhorchen lässt das pädagogische Konzept der neuen Einrichtung: Nach Angaben der künftigen Leiterin Sabine Peters (43) sollen die Mädchen und Jungen spielerisch an Naturwissenschaften und Technik herangeführt werden. »Gemeinsam forschen und experimentieren – so werden Zusammenhänge und Vorgänge in der Natur erlebbar und verständlich«, erläuterte Miele-Personalreferentin Kristin Terborg.

»Ziel ist es, die Neugier und den natürlichen Forscherdrang der Kinder zu fördern«, sagte Terborg. Zudem soll eine gesunde Ernährung praktiziert werden, die Kleinen werden dabei auch selbst zum Kochlöffel greifen dürfen.

Die Miele-Kita hat Architekt Heinrich Voßhans mit einer Innenfläche von 1260 Quadratmetern geplant, draußen stehen 1080 Quadratmeter den vier bis fünf Gruppen bereit. Eingebettet ist das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Millionen Euro in einen Neubaukomplex auf dem insgesamt 4600 Quadratmeter großen Gelände. Dort entstehen für weitere 3,5 Millionen Euro zehn Werkswohnungen sowie eine Tiefgarage mit 150 Plätzen.

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