Bürgerradweg Niehorst ist jetzt offiziell freigegeben Der Eigeninitiative sei Dank

Gütersloh(WB). Weit über 100 Radfahrer wollten es sich nicht nehmen lassen, den Bürgerradweg Niehorst zu erkunden. Nach monatelanger Bauarbeit konnte die Strecke an der Kreuzung Brockhagener Straße und Münsterländerstraße Richtung Marienfeld am Sonntagvormittag offiziell freigegeben werden.

Von Hendrik Christ
Feierliche Freigabe des Bürgerradweges (von links): Jörg Amtenbrink (Straßen NRW), Wilhelm Gröver (Umweltabteilung Stadt Gütersloh), Bürgermeister Henning Schulz, Harald Heitmann, Herrmann Birkenlake, Helmut Gettkant (Betriebsrat Bertelsmann), Andreas Wolf (Sparkasse) und Gerd Sieweke von den Radfahrfreunden Lintel schneiden das Band durch.
Feierliche Freigabe des Bürgerradweges (von links): Jörg Amtenbrink (Straßen NRW), Wilhelm Gröver (Umweltabteilung Stadt Gütersloh), Bürgermeister Henning Schulz, Harald Heitmann, Herrmann Birkenlake, Helmut Gettkant (Betriebsrat Bertelsmann), Andreas Wolf (Sparkasse) und Gerd Sieweke von den Radfahrfreunden Lintel schneiden das Band durch. Foto: Hendrik Christ

Der Wunsch nach einem Radweg auf dieser Route wurde bereits 2005 laut, da wurde eine Strecke zwischen Harsewinkel und Marienfeld gebaut. »Leider musste erst ein tragischer Unfall passieren, bis das ganze Vorhaben konkreter wurde«, sagt Harald Heitmann, einer der Initiatoren.

Im November 2012 verstarb ein Mann bei einem Verkehrsunfall. Weil der Radweg entlang einer Landstraße führt, ist eigentlich das Bundesland Nordrhein-Westfalen zuständig. »Doch dort war unser Anliegen auf der Prioritätenliste weit hinten«, erklärt Heitmann: »Die Bürger wollten nicht länger warten und haben die Initiative ergriffen.«

Trotzdem waren natürlich Anträge und Behördengänge notwendig. Im November 2015 konnte der Bau endlich starten. Insgesamt wurden die Kosten für den Radweg auf 430 000 Euro kalkuliert.

Das Land beteiligte sich mit 240 000 Euro für die 1,5 Kilometer lange Strecke, aus dem Gütersloher Haushalt flossen 100 000 Euro in das Projekt. Eine stolze Summe stammt aus Eigenleistungen: 75 000 Euro steuerten die Bürger dazu bei. Helmut Gettkant, Betriebsratsvorsitzender von Bertelsmann, sammelte im Unternehmen, auch die Sparkasse beteiligte sich.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 5. Juli, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Gütersloh.

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