Bande muss sich vor dem Gütersloher Amtsgericht verantworten Schläger prügeln im Fitness-Center

Gütersloh (WB/jst). Im Umkleideraum eines Fitness-Centers ist ein Mann von mindestens acht Männern verprügelt worden. Drei Mitglieder dieser Schlägerbande sind ermittelt worden und müssen sich jetzt dafür verantworten.

Die Männer sitzen wegen schwerer Körperverletzung auf der Anklagebank.
Die Männer sitzen wegen schwerer Körperverletzung auf der Anklagebank. Foto: dpa

Weil die Angeklagten (25, 26 und 29 Jahre) aus Gütersloh und Lemgo gemeinschaftlich gehandelt haben sollen, sind sie wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Das Strafgesetzbuch sieht für solch einen Fall eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor, minder schwere Fälle werden mit bis zu fünf Jahren bestraft.

Als Grund für diesen brutalen Übergriff werden in der Anklageschrift »nicht näher konkretisierbare geschäftliche Differenzen« angegeben. Klar ist aber laut Anklage, dass das Opfer für ei­nen oder mehrere der Angeklagten Fahrzeuge aufbereitet hat.

Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung

So oder so: In dem Verfahren im Mai geht es nicht um die Geschäftsbeziehungen der Beteiligten. Angeklagt sind die drei Männer wegen gefährlicher Körperverletzung.

Sie vergriffen sich laut Anklage in der Nacht vom 14. auf den 15. Januar 2014 in dem Gütersloher Fitness-Center an ihrem Opfer. Der Mann hatte dort außerhalb der Öffnungszeiten trainiert, als er die drei Angeklagten und deren »mindestens fünf bisher unbekannte Mittäter« bemerkte.

Er habe sich mit einem anderen Studiogast in den Umkleideraum zurückgezogen. Die Tür sei aber nicht zu verschließen gewesen. Und »wegen der Übermacht der Angreifer« gelang es dem Geschädigten und seinem Helfer nicht, die Tür zuzuhalten.

Schläge gegen den Kopf

Die Schläger sollen die Umkleide gestürmt und den Mann angegriffen haben. Sie sollen ihm Schläge ge­gen den Kopf versetzt haben. Als er am Boden lag, hätten sie weiter geschlagen sowie getreten.

Einige Tage später sollen die Angeklagten ihrem Opfer in Gütersloh beim Spaziergang mit dessen Hund aufgelauert haben. Sie fuhren mit ihm in ih­rem Wagen zu einem nahegelegenen Parkplatz und forderten ihn auf, die Schlägerei nicht anzuzeigen. Anderenfalls würde ihm »das Gleiche« noch ein weiteres Mal passieren.

Der Geschädigte hatte die Po­lizei jedoch schon am Folgetag des ersten »Treffens« informiert.

Der Fall soll am Dienstag, 3. Mai, im Gütersloher Amtsgericht, Friedrich-Ebert-Straße 30, verhandelt werden. Sitzungsbeginn ist um 9 Uhr im Saal 105.

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