Die Verbreitung pornographischer Schriften ist strafbar Polizei warnt vor Sexvideo

Gütersloh (WB). Das Sexvideo, das an mehreren Gütersloher Schulen aufgetaucht ist und das ein 13-jähriges Mädchen und einen 17-jährigen Jugendlichen in eindeutigen Posen zeigt, schlägt weiter hohe Wellen. Polizeisprecherin Corinna Koptik warnt eindringlich davor, diesen Videoclip weiter zu verbreiten.

Von Wolfgang Wotke

Bei den polizeilichen Ermittlungen sei bekannt geworden, dass das Video in Schülerkreisen über den Nachrichtenmessenger Whats­App vielfach versendet wurde. »Wir weisen noch einmal darauf hin, dass dies eine Straftat darstellt. Es handelt sich um das Verbreiten pornografischer Schriften, verankert in Paragraf 184 des Strafgesetzbuches (StGB)«, erklärte Koptik.

Die Polizei bittet deshalb alle Eltern, mit ihren Kindern über diesen Sachverhalt zu sprechen, sie aufzuklären und das Video zu löschen. Weitere Informationen zum Umgang mit neuen Medien sind für Eltern auch im Internet abrufbar ( www.handysektor.de und www.klicksafe.de ).

Wenn eigene erotische Fotos in Hände geraten, in denen sie nichts zu suchen haben, dann fühlt man sich verraten, bloßgestellt, hilflos und verängstigt. Wenn dies der Fall ist, dann sollte man sich an einen Rechtsanwalt wenden, um mit seiner juristischen Unterstützung die Verletzung des Rechts am eigenen Bild geltend zu machen, raten Experten.

Eventuell reicht der Jurist dann eine Unterlassungsklage gegen die Person ein, die dafür verantwortlich ist. Wenn Fotos oder Videos ungefragt weitergeleitet wurden, die den sogenannten »höchstpersönlichen Lebensbereich« verletzen, sollte eine Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden.

Wie das WESTFALEN-BLATT am Dienstag, 19. April, exklusiv berichtete, hatten sich im März ein 13-jähriges Mädchen und ihr 17-jähriger Freund in einer Umkleidekabine eines Gütersloher Kaufhauses während ihrer sexuellen Handlungen mit dem Handy gefilmt.

Der junge Mann hatte dann diesen Clip ohne Einverständnis seiner jungen Freundin über sein Handy verschickt. Die Eltern der Geschädigten haben eine Strafanzeige gegen ihn erstattet.

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