Neues Einbruchsradar der Polizei: Niedriger Wert bei der Premiere Sieben Tage, neun Taten

Kreis Gütersloh (WB). Neun Wohnungseinbrüche beziehungsweise Einbruchversuche hat es in der vergangenen Woche kreisweit gegeben. Dies geht aus dem neuen Einbruchsradar der Polizei hervor.

Von Julian Stolte

Polizei berät kostenlos

Das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz berät kostenlos. Weitere Informationen gibt es bei der Kreispolizeibehörde, Herzebrocker Straße 142, Tel. 0 52 41 / 869-1870.

Seit gestern ist es soweit. Bürger können sich auf der Homepage der Gütersloher Polizei wöchentlich ei­nen Überblick über die Wohnungseinbrüche in ihrer Umgebung verschaffen. Ungewöhnlich niedrig ist das erste Ergebnis, das im Rahmen der Kampagne »Riegel vor! Sicher ist sicherer« veröffentlicht wird.

Insgesamt neun Einbrüche oder Einbruchversuche hat es gegeben. Interessant: In acht Kommunen ist demnach vom 3. bis 10. April keine einzige Tat verübt worden. Von den neun Einbrüchen ist ein Drittel für Rheda-Wiedenbrück registriert worden – zwei in Rheda, einer in Wiedenbrück. Es folgen Halle und Gütersloh (jeweils zwei Taten) sowie Werther und Harsewinkel (je ein Einbruch oder Versuch). »Die Anzahl ist viel niedriger als sonst«, sagt die Polizeisprecherin Corinna Koptik. Wenn man die Zahl auf das gesamte Jahr hochrechnete, ergäbe es einen annehmbaren Wert.

Fakt ist jedoch: In vielen Wochen gibt es mitunter deutlich mehr als neun Einbrüche. Daher stellen inzwischen auch alle Kreispolizeibehörden in NRW solch ein Radar zur Verfügung. Und so funktioniert es: Auf der Homepage der Gütersloher Polizei ( www.polizei-nrw.de/guetersloh) wird immer montags über Einbrüche der zurückliegenden Woche informiert. Bei der Radar-Premiere sind drei Karten hochgeladen worden. Diese Anzahl kann laut Koptik variieren. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird bei der Ansicht aber auf die Darstellung von Straßen und Hausnummern verzichtet. Es geht laut Koptik auch eher darum, die Viertel zu zeigen, in denen es Aktivitäten gibt. Mit dem Einbruchsradar sollen die Menschen im Kreis sensibilisiert werden, ihre Häuser zu schützen und ihr Umfeld genauer zu beobachten. »Wer verdächtige Personen sieht, sollte sie nicht ansprechen, sondern ›110‹ wählen«, rät Corinna Koptik.

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