Kindesmissbrauch: Amtsgericht Gütersloh lehnt Bewährungsstrafe ab Vater muss ins Gefängnis

Gütersloh (WB/rec). Der Vater, der seinen viereinhalb Monate alten Sohn schwer misshandelt hat, muss für drei Jahre und vier Monate in Haft. Das Amtsgericht Gütersloh lehnte eine von dessen Anwalt beantragte Bewährung ab.

Das Amtsgericht Gütersloh schickt einen Vater in Haft, der seinen viereinhalb Monate alten Säugling schwer misshandelt hat.
Das Amtsgericht Gütersloh schickt einen Vater in Haft, der seinen viereinhalb Monate alten Säugling schwer misshandelt hat. Foto: Wolfgang Wotke

Nachdem der Elternzeit nehmende Vater seinen Säugling nicht anders hatte beruhigen können, war er am frühen Abend des 27. Aprils vergangenen Jahres mit dem Jungen ins Badezimmer seines Hauses im Ortsteil Avenwedde gegangen. Dort fügte er dem Kind schwerste Verletzungen zu. Die Alkoholerkrankung des Vaters – er hatte zur Tatzeit einen Alkoholspiegel von 2,6 Promille im Blut – , sein umfassendes Geständnis und gute Sozialprognosen führten in der Abwägung des Gerichtes zu keinen wesentlichen Abstrichen zu dem von der Staatsanwalt geforderten Strafmaß von drei Jahren und acht Monaten Haft. Rechtsanwalt Martin Rother kündigte an, das Strafmaß in einer Berufungsverhandlung vom Landgericht Bielefeld prüfen zu lassen.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht zum Prozess am Samstag, 9. April, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Gütersloh.

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