WESTFALEN-BLATT-Umfrage: Sparkasse, Volks- und Commerzbank haben aber noch genügend Angebote Tresor-Schließfächer sind begehrt

Gütersloh (WB). Die Schließfächer der Kreditinstitute sind begehrt, und sie sind rar. Vor allem in Großstädten kommt es daher immer wieder zu Engpässen oder langen Wartelisten. In Gütersloh ist das anders. Hier gibt es noch genügend freie Fächer, wie unsere Umfrage bei drei heimischen Banken beweist.

Von Wolfgang Wotke
Manche Schließfächer kann man nur zu den Öffnungszeiten erreichen, dazu sind Ausweise und Schlüssel notwendig. Viele Banken haben noch einige freie Fächer zu bieten. Das Interesse daran sei gleichbleibend.
Manche Schließfächer kann man nur zu den Öffnungszeiten erreichen, dazu sind Ausweise und Schlüssel notwendig. Viele Banken haben noch einige freie Fächer zu bieten. Das Interesse daran sei gleichbleibend. Foto: Wolfgang Wotke

Selbst besonnene Sparer haben möglicherweise mal kurz mit dem Gedanken gespielt, Geld und Wertgegenstände sicherer zu deponieren. Doch wohin damit? Vielleicht unter das Kopfkissen wie zu Opas Zeiten? Goldbarren kaufen oder gleich ab ins Bankschließfach? Als wesentlichen Grund für das große Interesse an Schließfächern führen viele Geldhäuser an, dass einige Kunden Angst vor Einbrechern hätten und ihre Wertgegenstände nicht daheim aufbewahren wollen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist nämlich im vergangenen Jahr erneut deutlich angestiegen und hat mittlerweile einen Rekordwert erreicht. Tresor und Bankschließfach nehmen oft nicht nur Goldbarren und Münzen auf, sondern auch den Diamantring, den Kaufvertrag fürs Eigenheim oder andere wichtige Papiere.

5 412 Schließfächer gibt es bei der Sparkasse

Generell knapp sind diese Fächer in Gütersloh aber nicht. »In gut gelegenen Filialen sind schon mal alle belegt. Dort muss sich der Kunde auf eine Warteliste setzen lassen«, sagt Bankfrau Rebecca Müller von der Sparkasse Gütersloh. Damit meint sie allerdings die Sparkassen-Zweigstelle an der Carl-Bertelsmann-Straße, die einen besonderen Service bietet: den »Rund-um-die-Uhr-Safe«, an den die Kunden jederzeit heran können. Insgesamt besitzt die Sparkasse Gütersloh 5412 Schließfächer – von klein bis groß. Das kleinste kostet jährlich 20 Euro an Miete, das größte 212 Euro.

Einen »Run« auf Schließfächer können die heimischen Banken jedoch nicht verzeichnen. Volksbank -Sprecher Dennis Will: »Bei unseren Kunden ist das Interesse daran gleichbleibend hoch. Wir bieten die verschiedenen Fächer von 30 bis 90 Euro im Jahr an und haben auch noch genügend.« Ähnlich äußert sich Commerzbank-Filialdirektorin Nermin Akkök: »Die Anfragen nach Schließfächern sind zwar leicht gestiegen, doch auch wir verfügen noch über einige freie Fächer.« Von Bargeld im Tresor raten alle Banken jedoch dringend ab: »Die Einlagen sind auf einem Sparkonto besser aufgehoben, denn hier sind sie dank Einlagensicherung auch wirklich sicher.«

Versicherungsschutz ist wichtig

Selbst wenn der Inhalt vom Geld-Institut bis zu einer bestimmten Deckungssumme automatisch versichert wird, ist Bargeld in der Regel ausgeschlossen. Der Mietvertrag zwischen Geldinstitut und Kunde sieht vor, dass nur der Kunde weiß, was sich in seinem Schließfach befindet. Daher ist der Schließfachmieter auch selbst dafür verantwortlich, für einen ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen. »Einige Banken bieten selbst Policen an. Wenn der Bankkunde seine gebunkerten Schätze lieber privat versichern möchte, greift die Hausratversicherung nicht mehr. Er braucht eine Tresorinhaltsversicherung«, erläutert der Gütersloher Versicherungs-Experte Axel Heisterhagen.

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