Kreissynode stimmt für Kreiskirchenamt Gütersloh-Halle-Paderborn Drei Kirchenkreise, eine Verwaltung

Kreis Gütersloh (WB). Das gemeinsame »Evangelische Kreiskirchenamt Gütersloh-Halle-Paderborn« ist beschlossene Sache. Mit großer Mehrheit sprach sich die Kreissynode Gütersloh bei ihrer Tagung am Freitag im Kreishaus für die gemeinsame Verwaltung aus: 83 Synodale stimmten dafür, zwei dagegen, 18 enthielten sich.

Von wb

Die Synoden der Kirchenkreise Halle und Paderborn hatten schon eine Woche zuvor zugestimmt – wir berichteten am Freitag. Bereits seit 2002 werden die Kirchenkreise Gütersloh und Halle gemeinsam verwaltet. Die Vereinigung mit Paderborn betrifft nur die Verwaltungen, die drei Kirchenkreise bleiben selbstständig.

Sitz wird – wie ebenfalls berichtet – das bisherige Kreiskirchenamt Gütersloh/Halle an der Moltkestraße 12 in Gütersloh, das mit einem Anbau versehen wird, durch den ein Versammlungsraum von gut 90 Quadratmetern im Erdgeschoss sowie 16 zusätzliche Büros in Ober- und Dachgeschoss entstehen sollen. Eine »Glasspange« verbindet das Verwaltungsgebäude mit dem Haus der Superintendentur und der kreiskirchlichen Dienste, eine Aufzugsanlage macht dieses zudem barrierefrei zugänglich.

Die Baukosten bezifferte Superintendent Frank Schneider mit etwa 2,5 Millionen Euro, für die Trägerschaft des gemeinsamen Kreiskirchenamts wird ein Kirchenkreisverband gegründet, dem der Evangelische Kirchenkreis Gütersloh das Gebäude für 91 562 Euro im Jahr vermietet. Das entspricht einem Mietzins von 4,33 Euro im Monat pro Quadratmeter. Der Kirchenkreisverband wird auch Anstellungsträger für die Mitarbeitenden der Verwaltung.

Noch sind nicht alle Fragen geklärt. So fallen durch die Baumaßnahmen einige Parkplätze weg, für die Ersatz gefunden werden muss. Dennoch soll das gemeinsame Kreiskirchenamt zum 1. Januar 2017 bezugsfertig sein.

Zweiter Schwerpunkt der Tagung war der Haushalt für das Jahr 2016. »Das Kirchensteueraufkommen ist auf hohem Niveau stabil und sogar noch gestiegen«, sagte Dr. Udo Reimers. Der Vorsitzende des kreiskirchlichen Finanzausschusses erinnerte jedoch an die Mahnung des juristischen Vizepräsidenten der westfälischen Landeskirche, Klaus Winterhoff: »Auskommen mit dem Einkommen!« Gemeinden und Kirchenkreis erhalten im kommenden Jahr insgesamt 14,02 Millionen Euro (2015: 13,68 Millionen Euro). Davon gehen 1,15 Millionen Euro an die kreiskirchlichen Dienste und die Superintendentur (2015: 1,01 Millionen Euro).

Einmütig beschloss die Synode, ab Februar 2016 im Bereich Öffentlichkeitsarbeit mit dem Evangelischen Kirchenkreis Halle zusammenzuarbeiten. Damit wird die Journalistin Frauke Brauns, die dort eine halbe Stelle als Öffentlichkeitsbeauftragte innehat, zugleich Öffentlichkeitsreferentin des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh (mit insgesamt 39 Wochenstunden für beide Kirchenkreise). »Was Kirche betrifft, kennt sie alles«, sagte Ullrich Weiland, Vorsitzender des kreiskirchlichen Öffentlichkeitsausschusses. Die derzeitige Sekretariatsstelle im Öffentlichkeitsreferat soll kostenneutral aufgestockt und außerdem mit dem (derzeit nicht besetzten) Sekretariat Erwachsenenbildung verbunden werden. So entsteht eine Stelle mit 19,5 Wochenstunden, die neu besetzt wird.

Im vergangenen Juni hat die Synode die Errichtung zweier kreiskirchliche Pfarrstellen beschlossen (für Krankenhausseelsorge mit 100 Prozent und mit 50 Prozent Dienstumfang). 2016 könnte eine dritte für Seelsorge und Diakonie (100 Prozent) dazu kommen. Assessor Michael Frentrup stellte die Beschreibung für eine – auf acht Jahre befristete – Stelle vor.

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