Die Baugenehmigung ist durch, das Parkdeck kann um 143 Plätze aufgestockt werden Startschuss am Klinikum

Gütersloh (WB). Die Schranke, die bisher die Aufstockung des Parkdecks am Städtischen Klinikum verhinder hat, klappt auf. Die 143 zusätzlichen Parkplätze werden von Spätherbst an gebaut. Das Klinikum muss den Ausgang des Normenkontrollverfahrens am Oberverwaltungsgericht (OVG) nicht länger abwarten.

Von Stephan Rechlin
Meistens voll: Wer keinen Platz mehr im Parkhaus am Städtischen Klinikum findet, muss wieder suchend durch die Kurven der vier umliegenden Straßen kurven.
Meistens voll: Wer keinen Platz mehr im Parkhaus am Städtischen Klinikum findet, muss wieder suchend durch die Kurven der vier umliegenden Straßen kurven. Foto: Carsten Borgmeier

Denn die Baugenehmigung ist durch. Die Stadt hat sie einer Auskunft von Klinik-Geschäftsführerin Maud Beste zufolge auch mit jenen Anliegern abgestimmt, die gegen den Bebauungsplan 181 zum Städtischen Klinikum klagen. Sie hätten innerhalb der ihnen mitgeteilten Frist keine Einwände dagegen erhoben. Jetzt muss das Klinikum nur noch das Ergebnis einer beschränkten Ausschreibung abwarten, dann kann es losgehen.

Mitarbeiter, Patienten, deren Angehörige und Anwohner – alle, die das aus Brunnen-, Virchow-, Reckenberger- und Hochstraße geformte Karree häufig aufsuchen, sehnen diese Entlastung förmlich herbei. Die im Mai eingeführte »Bewohnerparkzone« hat die Parksituation nur oberflächlich entspannt. Wer keinen Platz mehr im meist vollen Parkhaus an der Brunnenstraße findet, kurvt wieder suchend herum und muss rechtzeitig wieder am Auto sein, bevor die Parkzeit abgelaufen ist.

Am Tiefenweg, gut 300 Meter vom Klinik-Eingang entfernt, hat dieser Pendelverkehr zu Protesten von Hotelinhaber Andreas Kerkhoff und der Leitung des Kursana-Domizils geführt. Restaurant- oder Tagungsgäste des Hotels laufen ebenso nervös alle naselang raus zu ihrem Auto wie Besucher von Heimbewohnern, die ihren Angehörigen ja eigentlich etwas Zeit, Ruhe und Aufmerksamkeit schenken wollen. Die Stadt arbeite an einer Lösung.

Das Parkhaus wird den Bauplänen zufolge um drei »Split-Level«-Ebenen aufgestockt, das sind gegenüberliegende, aber in ihrer Höhe unterschiedliche Parkebenen. Das 1,2 Millionen Euro teure Ausbauprojekt sollte eigentlich schon im Herbst 2013 abgeschlossen sein. Es wurde zunächst wegen eines finanziellen Engpasses verschoben, dann wegen der Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan.

Mit einem Urteil zu dieser Klage rechnet OVG-Sprecher Dr. Ulrich Lau übrigens ebenfalls in diesem Herbst. Der Bebauungsplan 181 zum Städtischen Klinikum ist beschleunigt beraten und beschlossen worden. Er wurde in der Vorweihnachtswoche 2011 ausgelegt, die Einwandsfrist lag in den Weihnachtsferien. In ihren Stellungnahmen kritisierten Anwohner das hohe Tempo des Verfahrens. Debattiert wurden vor allem die Neubauprojekte, das Design des neuen Parkhauses und der Erhalt der Grünflächen. Die Parkraumbewirtschaftung war nicht Inhalt der Bauleitplanung.

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