Verdacht auf Totschlag: 50-Jähriger muss sich verantworten Landgericht verhandelt Messerstich

Kreis Gütersloh (WB). Über den tödlichen Messerstich gegen den Leiharbeiter (32) eines fleischverarbeitenden Konzerns wird am 24. Juli vor dem Landgericht Bielefeld verhandelt. Wegen des Verdachts des Totschlags muss sich ein 50-jähriger Mann dort verantworten.

Von Stephan Rechlin

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, in der Nacht zum 1. Februar in Herzebrock im Verlauf einer Auseinandersetzung im alkoholisierten Zustand einen Kollegen mit einem Messer erstochen zu haben. Das Drama hatte sich in einem Wohnheim für Mitarbeiter des Konzerns neben dem Landhaus Heitmann an der Gütersloher Straße 67 in der Bauerschaft Pixel abgespielt.

Zu dem Messerstich war es um 0.37 Uhr in der Unterkunft gekommen. Zwischen den Männern hatte es zuvor eine körperliche Auseinandersetzung gegeben. Nachdem der Konflikt in einem Gemeinschaftsraum bereits beendet schien, begab sich der 50-Jährige dem Polizeibericht zufolge in sein Zimmer, um ein Messer zu holen. Damit kehrte er in den Gemeinschaftsraum zurück und griff unvermittelt den 32-jährigen Kontrahenten vor den Augen mehrerer Zeugen an.

Das Opfer erlitt dabei eine derart schwere Verletzung, dass es kurze Zeit später starb. Zeugen berichteten, der Notarzt habe mehr als 20 Minuten versucht, den blutüberströmten Mann zu reanimieren. Dennoch starb er an der schweren Stichverletzung. Er hatte viel Blut verloren. Die Beamten nahmen den stark alkoholisierten 50-Jährigen noch im Gebäude fest. Die Klinge des eingesetzten Messers war 20 bis 25 Zentimeter lang.

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