Revisionbegründung lässt Anwälte hoffen Wird der Doppelmord neu aufgerollt?

Gütersloh (WB). Der Doppelmordfall von Gütersloh scheint noch lange nicht abgeschlossen zu sein. Die Anwälte des Verurteilten Jens Sch.  haben jetzt ihre Revisionsbegründungen an den Bundesgerichtshof (BGH) nach Karlsruhe geschickt. »Wir sind guter Dinge und glauben an den Erfolg«, sagen die Strafverteidiger Dr. Carsten Ernst und Sascha Haring.

Von Wolfgang Wotke
Hat eine umfangreiche Revisionsbegründung im Doppelmordfall von Gütersloh zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe geschickt: Strafverteidiger Dr. Carsten Ernst glaubt fest an eine Neuauflage des Gerichtsprozesses.
Hat eine umfangreiche Revisionsbegründung im Doppelmordfall von Gütersloh zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe geschickt: Strafverteidiger Dr. Carsten Ernst glaubt fest an eine Neuauflage des Gerichtsprozesses. Foto: Wolfgang Wotke

Der 30-jährige Angeklagte aus Verl war am 26. Februar vom Bielefelder Schwurgericht zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Jens Sch. das Geschwisterpaar Dr. Helgard G. (74) und Hartmut S. (77) an Heiligabend 2013 mit jeweils 13 Messerstichen ermordet hat.

Die Vorsitzende Richterin Jutta Albert legte damals in ihrer Urteilsbegründung dar, dass  man ein Mordmerkmal wie Heimtücke oder Habgier nicht zweifelsfrei hat nachweisen können. Das Gesamtbild der Indizien, das Verhalten  des Angeklagten vor und nach der Tat sowie seine widersprüchlichen Aussagen hätten ihn aber letztendlich überführt. Auch das Motiv liege im Dunkeln. Deshalb war nur eine Verurteilung wegen Totschlags möglich.

Bis heute streitet der gelernte Klempner die Ausführung des Doppelmordes energisch ab.

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