Bertelsmann: Umsatz auf 16,7 Milliarden Euro angewachsen Gewinn sinkt um 35 Prozent

Berlin/Gütersloh (WB). Der Konzernumbau hat dem Gütersloher Medienriesen Bertelsmann im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang beschert. Der Gewinn sank um rund 35 Prozent auf 573 Millionen Euro, wie Vorstandschef Thomas Rabe am Dienstag in Berlin mitteilte.

Thomas Rabe (links), Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, und Anke Schäferkordt, CEO der RTL Group und Mitglied im Vorstand von Bertelsmann, sprechen auf einer Pressekonferenz zur Jahresbilanz von Bertelsmann
Thomas Rabe (links), Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, und Anke Schäferkordt, CEO der RTL Group und Mitglied im Vorstand von Bertelsmann, sprechen auf einer Pressekonferenz zur Jahresbilanz von Bertelsmann Foto: dpa

Bertelsmann hatte sich unter anderem von rückläufigen Geschäften im Druckbereich und beim Buchclub im Ausland getrennt. Auch Abschreibungen im Ungarn-Geschäft der TV-Tochter RTL drückten den Gewinn. Gleichzeitig investierte das Unternehmen etwa in den Musikrechteverwerter BMG und in Bildungsportale

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. Rabe zeigte sich mit dem Geschäftsjahr zufrieden und verwies auf das beste operative Ergebnis seit sieben Jahren und Investitionen von 1,6 Milliarden Euro in neue Geschäftsfelder. 

Rabe nannte als mittelfristige Ziele für den Gewinn eine Milliarde Euro, der Umsatz soll 20 Milliarden Euro erreichen. Dabei soll Bertelsmann (RTL Group, Penguin Random House, BMG, Gruner + Jahr, Arvato und BE Printers) sich weiter wandeln und neue digitale Geschäftsfelder erobern. Schwerpunkte sind dabei internationale Bildungsplattformen im Internet sowie Wachstumsmärkte in China und Südamerika.

Beim Wandel des Konzern habe Bertelsmann rund die Hälfte der Wegstrecke erreicht. »Wir sind in diesem Jahr viel weiter als ich beimeinem Start im Jahr 2012 gedacht habe. Wir haben rund 50 Prozent der digitalen Transformation geschafft«, sagte Rabe bei der Vorstellungder Bilanz-Zahlen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.