Gütersloher »parkt« seinen Kleinwagen in der Lutter  Doch nicht schwimmfähig 

Harsewinkel (WB). Aus bislang unbekannter Ursache hat ein Mann aus Gütersloh seinen dunklen Mini-Cooper am Anton-Bessmann-Ring bei Marienfeld in die Lutter gesetzt.

Von Carsten Borgmeier
Mit einem Spezialkran wird ein Mini-Cooper aus der Lutter geborgen. Weil sich das Auto im Schlamm festgesetzt hatte, dauerte die Arbeit drei Stunden.
Mit einem Spezialkran wird ein Mini-Cooper aus der Lutter geborgen. Weil sich das Auto im Schlamm festgesetzt hatte, dauerte die Arbeit drei Stunden. Foto: Gabriele Grund

 Das ungewöhnliche »Parkmanöver« geschah nach Polizeiangaben bereits am Montag. Demnach war der 30 Jahre alte Fahrer am Nachmittag gegen kurz vor 17 Uhr von der Fahrbahn abgekommen, über einen Acker gerauscht und schließlich in dem Bachlauf gelandet.

 Der Gütersloher wurde wohl mindestens genauso nass wie sein spritziger Wagen aus Großbritannien; der Mann aber blieb bei dem Unfall unverletzt, konnte sich selbstständig aus dem Fahrzeug befreien und zurück ans rettende Ufer waten.

 Erste Versuche, den wohl doch nicht schwimmfähigen und bis zur Dachkante im Wasser stehenden Kleinwagen am Montagabend zu bergen, misslangen offenbar. Der Mini-Cooper, der im schlammigen Untergrund feststeckte, konnte schließlich erst gestern Nachmittag per Spezialkran aus der Lutter gefischt werden.

 Zu Sachschaden, Unfallursache, Bergungskosten oder gar weiteren Folgen für den Fahrer lagen bis Redaktionsschluss gestern Abend keine Informationen vor. Verkehrsstatistisch ist Harsewinkel jedenfalls keine gefährliche Kommune. Mit insgesamt 450 Unfällen im vergangenen Jahr verzeichnet Harsewinkel die geringste Unfallhäufigkeitszahl aller 13 Kommunen im Kreis – sie fällt sogar niedriger als die der kleinsten Gemeinde in Langenberg aus.

 Bei diesen Unfällen wurden im vergangenen Jahr 63 Menschen verletzt. Drei Menschen starben an den Folgen der Unfälle.

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