Gütersloher Theater: Landgericht sieht Professor Dr. Jörg Friedrich in der Verantwortung  Architekt soll für Schäden aufkommen 

Gütersloh (WB). Der Hamburger Architekt Professor Dr. Jörg Friedrich ist vom Landgericht Bielefeld für Planungsmängel am Gütersloher Theater verantwortlich gemacht worden. Bereits wenige Wochen nach der Eröffnung im März 2010 waren an den weißen Brüstungen erste horizontale Risse aufgetaucht.

Von Carsten Borgmeier
Überall dort, wo in den Brüstungen die Materialien Beton, Putz und Aluminium aufeinanderstoßen, haben sich horizontal verlaufende Risse gebildet. Sie sind nach Überzeugung des Landgerichts auf fehlende Dehnungsfugen zurückzuführen. Der Hamburger Architekt soll für den Schaden zahlen.
Überall dort, wo in den Brüstungen die Materialien Beton, Putz und Aluminium aufeinanderstoßen, haben sich horizontal verlaufende Risse gebildet. Sie sind nach Überzeugung des Landgerichts auf fehlende Dehnungsfugen zurückzuführen. Der Hamburger Architekt soll für den Schaden zahlen.

 Der Architekt soll dem Urteil vom 4. Februar zufolge nicht nur die geschätzten Reparaturkosten in Höhe von mehr als 53500 Euro plus Zinsen zahlen, auch kann er für alle zukünftigen Schäden, die durch den Planungsfehler entstehen, haftbar gemacht werden. Die 9. Zivilkammer unter Vorsitz von Richter Dirk Schröder folgte damit in vollem Umfang einem Sachverständigen-Gutachten der Stadt Gütersloh.

 Aus dieser Expertise geht hervor, dass die Risse an den Brüstungen hauptsächlich auf fehlende Fugen zurückzuführen sind: »Die aufeinanderstoßenden Materialien Beton, Putz und Aluminium dehnen sich bei Erwärmung unterschiedlich stark aus, weshalb zwingend eine fachgerechte Entkopplung hätte vorgenommen werden müssen«, heißt es da.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.