Rat delegiert Mahnmal-Entscheidung an den Christenrat  Religion am Runden Tisch 

Gütersloh (WB). Für ein von den syrisch-orthodoxen Gemeinden gefordertes Mahnmal gibt es im Gütersloher Rat keine Mehrheit. Wohl aber für die Einrichtung eines Runden Tisches, der darüber beraten soll.

Von Stephan Rechlin
Die syrisch-orthodoxen Gemeinden in Gütersloh haben gut 400 ihrer Mitglieder mobilisiert, um vor Beginn der Ratssitzung für die Installation eines Mahnmales zu demonstrieren. An dem friedlichen Appell nehmen auch viele Mütter und Kinder teil.
Die syrisch-orthodoxen Gemeinden in Gütersloh haben gut 400 ihrer Mitglieder mobilisiert, um vor Beginn der Ratssitzung für die Installation eines Mahnmales zu demonstrieren. An dem friedlichen Appell nehmen auch viele Mütter und Kinder teil.

 Die Federführung an diesem Tisch soll auf Vorschlag des Ältestenrates dem Gütersloher Christenrat übertragen werden. Mit am Tisch sollen die Bürgermeisterin sitzen sowie Vertreter der Verwaltung, des Rates, der evangelischen und katholischen Kirche, der türkisch-islamischen Vereine und der syrisch-orthodoxen Gemeinden.

 Vier von sechs Ratsfraktionen sehen die Einrichtung des Runden Tisches skeptisch und warnen aus ganz unterschiedlichen Motiven vor weggeschobener Verantwortung (Grüne) oder ergebnisloser statt ergebnisoffener Beratung (Linke). In einer niveauvollen, teils mit privaten Bekenntnissen geführten Debatte teilten Fraktionssprecher mit, warum sie dennoch für den Runden Tisch stimmen.

 Lesen Sie die Stellungnahmen und einen Kommentar am Wochenende im Gütersloher WESTFALEN-BLATT.

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