Stadt will in kommenden zwei Jahren drei Parkflächen rund um den Feuerwachen-Neubau umgestalten Schöner Parken in Gütersloh

Gütersloh (WB). Die neue Feuerwache wird von 2016 an gut 190 Parkplätze vom Marktplatz an der Friedrich-Ebert-Straße verdrängen. Auf drei neuen Flächen rundherum will die Stadt in diesem und im kommenden Jahr 513 Parkplätze neu gestalten und sortieren. Im Saldo werden 62 Plätze eingebüßt.

Von Stephan Rechlin
Rund um die neue Feuerwache (oben rechts) sollen der städtischen Grafik zufolge drei große neue Parkflächen entstehen. Nummer eins am Wochenmarkt, Nummer zwei vor der Firma Marten und Nummer drei hinterm Feuerwehr-Neubau auf dem Rest-Marktplatz.
Rund um die neue Feuerwache (oben rechts) sollen der städtischen Grafik zufolge drei große neue Parkflächen entstehen. Nummer eins am Wochenmarkt, Nummer zwei vor der Firma Marten und Nummer drei hinterm Feuerwehr-Neubau auf dem Rest-Marktplatz.

Die riesige, unregulierte Schotterfläche gegenüber des Media Marktes hat einen unschlagbaren Vorteil – die Parkplätze darauf waren viele Jahre lang umsonst oder für eine nur sehr geringe Gebühr zu nutzen. Viele Menschen, die in der Stadt arbeiten, nehmen den etwas längeren Fußweg gern in Kauf, wenn sie dafür die Parkgebühren in Tiefgaragen oder auf City-Parkplätzen sparen können.

Für sie, die Einzelhändler und die Besucher der Innenstadt dürfte von hohem Interesse sein, dass Stadtbaurat Henning Schulz vorschlägt, in den kommenden beiden Jahren 1,2 Millionen Euro in die Verschönerung und Verbreiterung der Parkflächen rund um die neue Feuerwache zu investieren. Ob das schönere Parken dann auch mit höheren Gebühren verbunden wird, geht aus der Vorlage an den Umweltausschuss nicht hervor.

Auf dem Marktplatz-Schotter stehen die Autos derzeit noch unschlagbar günstig. Foto: Carsten Borgmeier

Die teuerste der drei umzubauenden Parkflächen ist der Rest des Marktplatzes (Fläche 3 auf der Grafik). Einschließlich Töllerstraße und Grünstreifen werden dort 11 800 Quadratmeter in 300 Rechtecke zu jeweils 2,50 Meter Breite und sechs Metern Länge eingeteilt – damit haben dort auch breite Geländewagen ausreichend Platz. Das Toilettenhäuschen wird abgerissen (kostet 35 000 Euro extra), die Abfallcontainer werden verschoben. Um keinen Regenwasserkanal verlegen zu müssen, parken die Autos auf versickerungsfähigen Rasenfugenpflaster; auf dem Marktplatz werden sie durch Schotter und Split ergänzt.

Zehn Platanen werden gefällt

Etwas komplizierter wird die Umgestaltung des bisherigen Parkplatzes zwischen Bismarckstraße, Am Wochenmarkt und Friedrich-Ebert-Straße (Fläche Nummer 1). Weil dort die Wurzeln der Bäume den Asphalt platzen lassen, werden zehn Platanen in der Mitte gefällt. Sie werden später durch Anpflanzung neuer Bäume an anderer Stelle ersetzt. Der Platz, der unter der Woche von den Beschickern des Prekermarktes genutzt wird, kann der Vorlage zufolge auch als Ausweichfläche für Wohnwagen von Schaustellern dienen. Dazu müssen die Strom- und Schmutzwasseranschlussstellen erneuert werden. Die 85 Parkplätze dort werden 270 000 Euro kosten.

Weitere 128 Stellplätze sind schließlich vor der Zweigstelle der Firma Marten zwischen Bismarckstraße, Prekerstraße und der Straße Am Wochenmarkt herzurrichten (Fläche Nummer 2). An diese Fläche ist die Stadt mittels eines Grundstückstausches gelangt. Der Umbau dort wird mit 230 000 Euro kalkuliert.

Auf einer weiteren Fläche an der Prekerstraße steht ein Mehrfamilienhaus, das die Stadt erworben hat und abreißen will. Dort sollen Stellplätze für die Berufsfeuerwehr vorgehalten werden – die neue Wache liegt direkt gegenüber. Dort könnte die Feuerwehr vielleicht sogar noch einmal bauen, falls die freiwillige Feuerwehr irgendwann einmal nachrücken soll.

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