Bürger an Münsterlandstraße möchten für kommunale Kosten eines Radweges aufkommen  »Wir packen das an« 

Gütersloh (WB). Der Harsewinkler Radweg auf der Münsterlandstraße endet in Gütersloh vor einem rot-weißen Absperrschild. Anwohner Karl-Heinz Kleinebecker ist unbarmherzig: »Hätte der Gütersloher Rat 2006 den Weiterbau auf eigene Kosten beschlossen, würde der im November 2012 getötete Familienvater heute noch leben.«

Von Stephan Rechlin
Karl-Heinz Kleinebecker, Hermann Birkenhake, Dr. Friedrich Kramer und Susanne Birkenhake möchten das rot-weiße Absperrschild überwinden und den Radweg aus Marienfeld auf der Gütersloher Münsterlandstraße fortführen.
Karl-Heinz Kleinebecker, Hermann Birkenhake, Dr. Friedrich Kramer und Susanne Birkenhake möchten das rot-weiße Absperrschild überwinden und den Radweg aus Marienfeld auf der Gütersloher Münsterlandstraße fortführen. Foto: Carsten Borgmeier

 In der kommenden Woche steht der Gütersloher Rat abermals vor der der Bekenntnisfrage: Soll die Stadt einen Radweg bauen, für den eigentlich das Land aufkommen muss? Stadtbaurat Henning Schulz warnt vor brechenden Dämmen – solche Ansprüche könnten dann überall in der Stadt aufkommen. Doch der Gütersloher CDU stecken die Bilder vom schlimmen Unfall noch in den Knochen. Planungsausschuss-Sprecherin Silva Schröder ist weit vorgeprescht: »Fordern Sie die Landesmittel an, die Bürger werden schon für den Eigenanteil der Stadt aufkommen.« Damit wird es jetzt ernst. Die Landesmittel sind da.

 Einen ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Gütersloher Ausgabe des WESTFALEN-BLATTES.

Kommentare

Rasthaus Gütersloh

Bereits vor 8 Jahren hätte die Stadt diesem Missstand schon ein Ende bereiten können. Und hätte damit viel Geld sparen können, denn die Preise der Firmen sind seither sicher nicht gefallen. Traurig das das überhaupt engagierte Bürger an die Hand nehmen müssen, denen dafür uneingeschränktes Lob gebührt. Um einen Vorwurf an die Stadt in Richtung der getöteten und schwer verletzenden Personen zu formulieren, müsste ich an dieser Stelle mein gewohntes Vokabular verlassen, daher mein Verzicht dazu. Wieder einmal lässt sich auch hieran feststellen, dass das Rathaus Gütersloh nicht umsonst, auch bei vielen anderen Vorgängen, zu Recht als Rasthaus bezeichnet wird.

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