Am 17. Februar sollen Erinnerungen an das Künstlerpaar wieder aufleben Kroe-Stiftung sucht Zeitzeugen

Borgholzhausen (WB/jog). Seit ihrem Einzug in das kleine idyllisch gelegene Häuschen Am Tempel 10 haben Walter und Trudi Kroemmelbein ihr Heim zu einem kulturellen Treffpunkt gemacht. Unter fachlicher Anleitung wurde gemalt, musiziert und an Theaterstücken gearbeitet.

Zum gemütlichen Kaffeetrinken und gemeinsamen Austausch von Erinnerungen an Walter und Trudi Kroemmelbein (Porträtbild) laden im Namen der Kroe-Stiftung ein: Anke Wienke, Klaudia Defort-Meya und Ilse Beune (von links)
Zum gemütlichen Kaffeetrinken und gemeinsamen Austausch von Erinnerungen an Walter und Trudi Kroemmelbein (Porträtbild) laden im Namen der Kroe-Stiftung ein: Anke Wienke, Klaudia Defort-Meya und Ilse Beune (von links) Foto: Johannes Gerhards

Inzwischen betreut eine Stiftung das ehemalige Wohnhaus der Familie und verwaltet deren künstlerischen Nachlass. »Wir möchten Erinnerungen an diese Zeit wieder aufleben lassen«, sagt Klaudia Defort-Meya und lädt im Namen der Stiftung zu einem gemütlichen Kaffeetrinken in das weitgehend unverändert eingerichtete Gebäude ein. Am Samstag, 17. Februar, um 15 Uhr sind all jene willkommen, die sich mit Kroe künstlerisch ausgetauscht oder bei Trudi Musikunterricht erhalten haben.

Kinder in Klavier und Flöte unterrichtet

»Sie war eng mit der im letzten Jahr verstorbenen Esther Müller befreundet und hat nach dem Krieg die Sing- und Laienspielgruppe des Heimatvereins gegründet«, sagt Carl-Heinz Beune, der dem Stiftungsvorstand in beratender Funktion angehört. Nach seinen Angaben hat Trudi Kroemmelbein Generationen Piumer Kinder im Flöten- und Klavierspiel unterrichtet. Der Flügel steht immer noch an Ort und Stelle im »Musentempel«, wie das Künstlerhaus scherzhaft und ehrfurchtsvoll genannt wurde.

In den beengten Räumen bereitete man sich ab 1948 regelmäßig auf die Inszenierungen von Märchenaufführungen vor. Kostüme, Requisiten und Bühnenbilder entstanden ohne große Kosten mit umso mehr Phantasie, schließlich war die Nachkriegszeit vor allem von so großem Mangel auf allen Gebieten geprägt, dass jeder ein Stück Brennholz für den Ofen mitbringen musste. Dennoch war das Zuschauerinteresse an »Prinzessin Tausendschön«, »Glückskind und Pechvogel« oder »König Drosselbart« so überwältigend, dass die Piumer Turnhalle regelmäßig überfüllt war und Aufführungen wiederholt werden mussten.

Fotos und Erinnerungsstücke mitbringen

Es kann also gut sein, dass sich einige Bürger noch lebhaft an diese Zeit erinnern und womöglich noch Fotos, Plakate oder andere Erinnerungsstücke besitzen. Auch Kroe selber hat zahlreiche Menschen porträtiert oder Zeichnungen von Natur und Gebäuden angefertigt. Wer sich also angesprochen fühlt oder von interessanten Begebenheiten zu berichten weiß ist herzlich zum Austausch von Erinnerungen beim Zeitzeugentreffen eingeladen.

Die Organisatoren bitten um telefonische Anmeldung bei Ilse Beune (05425/7600) oder Klaudia Defort-Meya, Telefon 05203/1416, damit sie die entsprechenden Vorbereitungen treffen können.

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