Neue Hoffnung auf Gesundheitszentrum in Dissen Der Kampf zahlt sich aus

Borgholzhausen/Dissen (mp/SKü). Seit Monaten demonstrieren Dissener bei mittlerweile 20 Mahnwachen mit ganz langem Atem für die Sicherstellung einer medizinischen Versorgung. Nun besteht nach einem Gespräch des Dissener Bürgermeisters bei der Landesregierung die Chance, dass die Beharrlichkeit zu einem Erfolg führen könnte.

 Sieglinde und Manfred Schneider vom Förderverein Albertine werden im Rahmen der jüngsten Mahnwache für den Erhalt einer medizinischen Versorgung in Dissen umringt von Teilnehmer der Mahnwache, die die neuen Autoaufkleber haben möchten.
Sieglinde und Manfred Schneider vom Förderverein Albertine werden im Rahmen der jüngsten Mahnwache für den Erhalt einer medizinischen Versorgung in Dissen umringt von Teilnehmer der Mahnwache, die die neuen Autoaufkleber haben möchten. Foto: Achim Köpp

Rund eine Stunde hat Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann in Hannover mit dem Staatssekretär Jörg Röhmann (SPD) aus dem niedersächsischen Gesundheitsministerium gesprochen. »Das Land will sich an der Errichtung eines Gesundheitszentrums finanziell beteiligen«, fasst Nümann die aus seiner Sicht wichtigste Aussage des Staatssekretärs zusammen. Offen sei, in welcher Form ein solches Gesundheitszentrum als Ersatz für das Krankenhaus strukturiert werde, auch wo. Über Summen wurde Nümann zufolge nicht gesprochen.

Klar sei, so der Bürgermeister zum WB, dass es ein sogenanntes Portal-Krankenhaus nicht geben werde, weil es dafür keinen Träger gebe. Röhmann hat Nümann zufolge weiterhin gesagt: »Wir müssen eine schnelle Lösung für Dissen finden.« Dabei habe der Staatssekretär daran erinnert, dass er ein Gesundheitszentrum schon mal bei einer Regionalkonferenz versprochen habe.

Auch weitere Kontakte stimmen Hartmut Nümann zuversichtlich. »Hinter den Kulissen laufen Gespräche, die mich optimistisch machen, dass es eine Lösung bei der Gesundheitsversorgung für Dissen und die Region geben könnte«, sagte er dem WB.

Unterdessen sind von den Demonstranten in Dissen neue Autoaufkleber entwickelt worden. »Wir kämpfen für eine Akut- & Notfallversorgung in Dissen a.T.W.«. Mit diesen Aufklebern in zwei Größen macht der Albertine Förderverein Klinikum Osnabrücker Land Dissen (FöV) auf die Bemühungen seiner Mitglieder für eine wohnortnahe medizinische Behandlungsmöglichkeit aufmerksam. Bei der 21. Mahnwache auf dem Rathausplatz überraschte das Ehepaar Sieglinde und Manfred Schneider aus Bad Rothenfelde als engagierter Mitstreiter die 200 Anwesenden mit er Aktion.

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