Schilder im Loom getauscht Modehaus Sinn kommt ab sofort ohne Leffers aus

Bielefeld (WB). Seit Dienstag ist der Name Leffers in Bielefeld Geschichte . Dienstag früh kamen die Handwerker ins Loom und wechselten über dem Eingangsbereich der beiden Interims-Verkaufsstandorte die beleuchteten Namenstafeln aus. Aus Sinn-Leffers wurde Sinn.

Dienstag früh kamen die Handwerker ins Loom und wechselten über dem Eingangsbereich der beiden Interims-Verkaufsstandorte die beleuchteten Namenstafeln aus.
Dienstag früh kamen die Handwerker ins Loom und wechselten über dem Eingangsbereich der beiden Interims-Verkaufsstandorte die beleuchteten Namenstafeln aus. Foto: Bernhard Pierel

Die Modehauskette mit Sitz in Hagen wird den Zusatz Leffers bis Ende 2018 in allen 20 Filialen in Deutschland komplett aus ihrem Namen streichen.

»Die Änderung des Namens der Gesellschaft und die Veränderung des Auftrittes gegenüber unseren Kunden ist ein Baustein des seit 2016 begonnenen Prozesses der Fokussierung des Unternehmens auf seine Kernkompetenzen, kuratierte Sortimente der führenden Modemarken, persönliche Beratung und Preiswürdigkeit«, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Unternehmen beschreibt sich weiter als modernen Bekleidungshändler, der die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Optimierung des Einkauferlebnisses umsetze.

Sinn schreibt: »Die Zukunft des Modeeinzelhandels liegt in der intelligenten Zusammenführung vom stationären Handel und den Möglichkeiten der digitalen Welt.« Sichtbar werden soll das etwa dadurch, dass in allen Bekleidungshäusern flächendeckend WLAN verfügbar sein soll.

Umbau an der Bahnhofstraße

In Bielefeld wird der Hauptsitz an der Bahnhofstraße gerade umgebaut und verkleinert. Leffers war 1894 in Delmenhorst gegründet worden. Zum Zeitpunkt der Fusion mit Sinn hatte der Hauptsitz des Unternehmens noch Bielefeld gelegen.

1997 fusionierten die beiden Traditions-Modehäusern Sinn und Leffers. Von 2001 bis 2005 gehörte das Unternehmen zum Essener Karstadt-Quelle-Konzern, bis es von der Deutschen Industrie Holding (DIH) übernommen wurde.

Im Dezember 2012 erwarb die Familie Wöhrl, welche auch die vor allem in Süddeutschland bekannte Rudolf Wöhrl AG betrieben hat, alle Anteile an SinnLeffers. Zwischen September 2016 und Ende Juli 2017 (Aufhebung der Insolvenz durch das Gericht in Hagen am 31.07.2017) wurde SinnLeffers im Rahmen einer Insolvenz in Eigenverwaltung grundlegend zukunftsfähig gemacht.

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