Wo sonst die Profis kicken: Familien erleben Stadion aus ungewöhnlicher Perspektive Picknick auf dem »heiligen Rasen«

Bielefeld (WB). Der Weiden-Korb mit Platz für Geschirr und Besteck kommt selten genug zum Einsatz. Dafür ist das »Family & Friends«-Picknick im Arminia-Stadion die perfekte Gelegenheit. Das dachte sich auch Familie Will und breitet die Decke auf dem »heiligen Rasen« aus. Beim DSC liegen mehr als 500 Anmeldungen vor.

Von Burgit Hörttrich
Janine, Dennis und Maximilian Will (4) haben die perfekte Ausstattung dabei: Picknick-Korb und Fußball.
Janine, Dennis und Maximilian Will (4) haben die perfekte Ausstattung dabei: Picknick-Korb und Fußball. Foto: Mike-Dennis Müller

Wer schnell war und zu den ersten Anmeldern gehört, darf in einem der Strandkörbe Platz nehmen wie Sigrid, die mit Mann und den beiden Töchtern Leona und Ellen einen Schattenplatz gefunden hat.

Schatten – das interessiert Jungen wie Maximilian (4), der bereits bei Schwarz-Weiß Marienfeld kickt, Jonas (9), Ole (7) oder Tim (11) nicht: Sie wollen da gegen den Ball treten, wo das sonst die Profis tun. Raquel (8) und ihr Vater Bernhard Roth probieren die Trainerbank aus. Das Mädchen ist Fußballfan wie ihr Vater. Ihr Lieblingsspieler? »Cristiano Ronaldo! Und Fabian Klos!«

»Eine gute Idee«

Manuela Kleingünther und Patrick Beier sind mit Ole und Tim, Bällen, einer Tasche voller Würstchen, Erdbeeren, Ananas, Brot da. Sie haben die Decke im Tribünen-Schatten ausgebreitet und schauen den Jungs beim Kicken zu. Der Sieben- und der Elfjährige spielen beim SV Ubbedissen, Arminen-Fans aber seien alle in der Familie, versichert Mutter Manuela. »Eine gute Idee, hier auf dem Rasen ein paar Stunden verbringen zu können.«

Eben mit Familie und Freunden. So wie Emma, Hanna, Max und Simon, die sich beim Eisschlecken bestens verstehen. »Die vier kennen sich quasi vom ersten Tag ihres Lebens an«, erzählen die Mütter.

Frisbee und Badminton auf dem Rasen

Während sich die »Großen« vorzugsweise auf der Schattenseite der Arena aufhalten, haben die Kinder Spaß an Ballspielen aller Art. Das weite Grün des Stadionrasens bietet sich schließlich auch an fürs Frisbee-Werfen oder Badminton-Spiel. Besonders reizvoll für den Fußball-Nachwuchs: in einem »echten« Tor zu stehen. Reaktion der meisten: »Poooh, ist das aber groß!« Trotzdem zeigen die potenziellen Nachfolger von DSC-Torwart Stefan Ortega Moreno Talent und halten den ein oder anderen Ball.

Christian Venghaus, Leiter Organisation und Spielbetrieb beim DSC, freut sich besonders, wenn Gruppen mit Decken in den Vereinsfarben anrücken. Er selbst ist natürlich praktisch von Kopf bis Fuß in Arminia-Kleidung gewandet. Die Erwachsenen Picknick-Teilnehmer sind da etwas zurückhaltender. Für viele der Mädchen und Jungen, die den Sonntagnachmittag im Stadion verbringen, ist ein Arminia-Trikot aber erste Wahl gewesen. Nur Grillen ist verboten: Bratwürstchen und frisch gezapftes Pils gibt’s trotzdem.

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