Telekom installiert für 66.650 Haushalte in Bielefeld 197 Verteiler mit Glasfaser-Technik Schnelles Internet kommt

Bielefeld (WB). Am Ehlentruper Weg ist der Fortschritt angekommen: Die neuen Schaltkästen tragen Magenta-Plakate und werden an das schnelle Telekom-Glasfasernetz angeschlossen. »Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben«, sagt Alexander Steinhof. Im ersten Quartal 2019 sollen 66.650 Haushalte schnelle Anschlüsse haben.

Von Michael Diekmann
Leistungsstark: Das dicke gelbe Kabel enthällt jede Menge feiner Glasfasern für den Datenstransport.
Leistungsstark: Das dicke gelbe Kabel enthällt jede Menge feiner Glasfasern für den Datenstransport. Foto: Mike-Dennis Müller

Seit April läuft der Ausbau der Telekom mit schnellen Internetanschlüssen im Vorwahlbereich 0521 für Bielefeld, erklärt die Breitbandbeauftragte Sonja Opitz. Die ersten Tiefbauarbeiten haben begonnen. Regionalmanager Alexander Steinhof freut sich, mit RTS eine ortskundige Firma am Start zu haben, die sich in Bielefelds Unterwelt gut auskennt. Immerhin wird ein Großteil der neuen Glasfasertechnik in bereits vorhandene Rohrsysteme verlegt und dann an die neuen Kästen am Straßenrand angeschlossen.

Insgesamt wird die Telekom in der Stadt 197 Verteiler mit moderner Technik aufstellen. Von dem selbstfinanzierten Glasfaser-Ausbau profitieren bereits im ersten Quartal 2019 mehr als 66.000 Haushalte, die im neuen Netz gleichzeitig telefonieren, surfen und fernsehen können. Das gilt laut Steinhof auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBits/s), beim Hochladen auf bis zu 40 MBits/s. Wo der Netzausbau nicht in Verbindung mit einer Markterkundung der Telekom zugesagt ist, erfolgt wie im Bereich der Vorwahl 05202 der Ausbau etwas zeitversetzt mit Fördermitteln.

Telekom setzt bei der Beschleunigung auf das so genannte Vectoring

Im ersten Schritt setzt die Telekom bei der Beschleunigung auf das so genannte Vectoring. Dabei wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten, erklärt Teamleiter Andreas Schröder. Die angestrebten 100 MBits/s sind damit erreichbar. In einem zweiten Schritt ab Herbst 2018 könnte dann technisch mit Hilfe des Supervectoring auf 250 MBits/s gesteigert werden. Die schnellen Leitungen, sagt die Telekom, stehen auch allen Anbietern wie Vodafone und Bitel offen. Kümmern muss sich der Kunde um die Aufrüstung seines Anschlusses selbst, seinen Anbieter kontaktieren, einen T-Punkt oder sich im Internet informieren. Steinhof: »Die Produktumstellung kommt nicht von allein.«

Das Geheimnis des schnellen Netzes steckt in den neuen Multifunktionskästen, die künftig Mini-Vermittlungsstellen sind, wo das Lichtsignal der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt wird und man elektronisch mögliche elektromagnetische Störungen im Kupferkabel unterdrücken kann.

In Bielefeld profitieren die Ortsteile Heepen, Brackwede, Brake, Quelle, Brackwede, Ostbahnhof, Mitte, Senne, Ummeln, Wellensiek, Altenhagen, Sieker und Windelsbleiche von der Verbesserung. Weitere 8.500 Haushalte in Sennestadt im Bereich der Vorwahl 05205 werden mit Hilfe von 32 Verteilern ebenfalls zeitnah an das Glasfasernetz angeschlossen. Der Bereich der östenlichen Ortsteile mit der Oerlinghauser Vorwahl 05202 (Ubbedissen/Lämershagen) hängt am Glasfaser-Ausbau mit entsprechendem Projekt im benachbarten Kreis Lippe

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