Es geht um rund 1,9 Millionen Euro – Frist bis Juni 2019 verlängert Stadt stundet Arminia erneut Schulden

Bielefeld (WB/MiS). Die Stadt Bielefeld stundet dem DSC Arminia für weitere neun Monate rund 1,9 Millionen Euro. Sie leistet damit einen Beitrag dazu, dass die Zweitliga-Lizenz der Arminia nicht in Gefahr gerät. Eigentlich endet die Stundungsfrist für den ausstehenden Betrag am 30. September dieses Jahres. Jetzt ist die Frist nach Informationen dieser Zeitung bis zum 30. Juni 2019 verlängert worden.

Schüco-Arena
Schüco-Arena Foto: Thomas F. Starke

Bereits im Februar hatte der Rat der Stadt beschlossen, sich mit 346.000 Euro am Sanierungskonzept für den Verein zu beteiligen. In Höhe dieses Betrages wird die Stadt nun für eine Ausfallbürgschaft in Anspruch genommen. Die Zustimmung war damals erteilt worden, um weitere Forderungen des Rathauses an den DSC in Höhe von 2,8 Millionen Euro nicht zu gefährden. Ein Teil dieser Summe wiederum sind die 1,9 Millionen, die jetzt erst später zurückgezahlt werden müssen.

Der Gesamtbetrag inklusive Zinsen resultiert aus drei Komplexen: Bei der DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA, hinter der sich der Lizenzspielerbetrieb verbirgt, steht immer noch die Rückzahlung des vom städtischen Klinikum Bielefeld gewährten Darlehens in Höhe von 250.000 Euro aus sowie nicht gezahlte Gewerbesteuern aus Vorjahren.

Volksbank-Kredit für den Bau der Südtribüne und des Verwaltungsgebäudes

Bei der Stadiongesellschaft ALM KG geht es um 797.000 Euro aus dem Verkauf des Stadiongrundstücks. Und der eingetragene Verein DSC Arminia schuldet der Stadt Geld aus der Sanierung des Trainingsgeländes an der Friedrich-Hagemann-Straße. Außerdem muss auch der »e.V.« Gewerbesteuern nachzahlen und Grundbesitzabgaben entrichten. Vor allem auf diese Beträge bezieht sich die Stundungsverlängerung.

Die kann von der Verwaltung ohne Zustimmung der Politik gewährt werden und ist auch für andere Wirtschaftsunternehmen durchaus üblich. Unmut gibt es unter den Politikern aber, weil der von Arminia zugesagte Tilgungsplan für die Restschulden bisher nicht vorgelegt worden sein soll. Der aber ist Bedingung für die Inanspruchnahme der Ausfallbürgschaft.

Für den Bau der Südtribüne und des Verwaltungsgebäudes war dem Verein DSC von der Volksbank Bielefeld 1999 ein Kredit in Höhe von 5,77 Millionen Euro eingeräumt worden. Das Geld gab es, weil auch die Stadt als Bürge auftrat. Aus diesem Kredit besteht eine Restforderung von 891.800 Euro. Für die Hälfte des Betrages soll nun die Bürgschaft wirksam werden. Exakt für rund 80 Prozent davon. Das sind besagte 364.000 Euro.

Kommentare

Während sonstwo immer noch ellenlang über ein mögliches Abstiegsszenario lamentiert wird (gähn !!), scheint sich im Hintergrund wieder etwas zusammenzubrauen. Seit Saibene im Amt ist, habe ich volles Vertrauen in die sportliche Entwicklung der Mannschaft.. Leider ist durch die (vielleicht notwendige) Vorgehensweise der Vereinsführung kurz vor Weihnachten bei mir der unangenehme Effekt eingetreten, dass ich inzwischen ständig die Arminen-Flöhe husten höre. Ich kann einfach nicht mehr unterscheiden, welche Statements glatt gelogen,aus taktischen Erwägung schöngefärbt sind und welche der Wahrheit entsprechen. Wir sollten uns nicht an Mutmaßungen beteiligen, sondern gemeinsam hoffen, dass der Horror um die ständigen Existenzängste unseres Vereins irgendwann für immer Geschichte sind. Letztlich obsiegt noch immer der Gedanke, dass die OWL-Wirtschaft den Verein schon nicht untergehen lassen wird, aber es MÜSSEN irgendwann Zeiten her, wo wir uns darauf allein nicht mehr verlassen müssen

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.