Firma entlässt Arbeiter, der Islamisten unterstützt hat Schwierige Kündigung

Bielefeld (WB). Durfte der Autozulieferer Gestamp einem türkischen Maschinenführer (50) fristlos kündigen , weil der sich an der Koran-Verteilaktion »Lies!« beteiligt und umstrittene Facebook-Posts veröffentlicht hatte?

Von Christian Althoff
In diesem Video der Aktion »Lies!« trat der Bielefelder auf.
In diesem Video der Aktion »Lies!« trat der Bielefelder auf.

Bei einem Gütetermin vor dem Bielefelder Arbeitsgericht erklärte die Richterin gestern, eine Kündigung müsse schon einen Bezug zur Arbeit haben: »Hier haben die Vorwürfe ihren Ursprung aber im privaten Bereich.«

Gestamp-Personaldirektor Uwe Gohr war in Begleitung von Dieter Kühnel erschienen, Anwalt und Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes der Metallindustrie Ostwestfalen-Lippe. Kühnel sagte, Gestamp beschäftige Menschen vieler Nationen und Religionen. Man fürchte, dass der 50-Jährige Unfrieden in das Unternehmen trage. »Außerdem haben wir Hinweise darauf, dass er sich auch im Betrieb entsprechend betätigt haben soll. Uns fehlen aber noch die Beweise dafür. «

Murat Dogan, Kurde und stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, sagte später auf dem Gerichtsflur, er habe nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine Umfrage in der Belegschaft gemacht, aber niemanden gefunden, der von islamistischen Umtrieben berichtet habe.

Die Richterin stellte eine fristgerechte Kündigung samt Abfindung in den Raum, denn der Arbeiter war 27 Jahre bei Gestamp beschäftigt. »Seine Personalakte ist sauber«, sagte Murat Dogan. Rechtsanwalt Daniel Dejanovic lehnte eine solche Beendigung des Streits ab. Sein Mandant habe zwei Kinder und wolle seinen Arbeitsplatz behalten.

Nach dem Scheitern des gestrigen Gütetermins will die Kammer im Juni verhandeln und Zeugen zu den Vorwürfen hören.

Kommentare

Alles richtig gemacht.

Alles richtig gemacht.
Leuten, die mit kriminellen Islamisten gemeinsame Sache machen,
ist fristlos zu kündigen. Diese "Menschen" stellen eine potentielle Gefahr dar.

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