WG soll Gründer-Gemeinschaft stärken »Bielefeld Valley« wird Realität

Bielefeld (WB). In Bielefeld hat sich eine Gründer-Gemeinschaft mit gemeinsamen Büros, Feiern und WGs etabliert. An der Viktoriastraße wohnen vier »Founders-Camp«-­Teilnehmer unter einem Dach.

Von Louis Ruthe
Karsten Eichenhofer (von links), Dennis Cutraro, Ingo Roßdeutscher, Eva Mettenmeier und Jannes Stubbemann sind Teil des Gründer-Netzwerks.
Karsten Eichenhofer (von links), Dennis Cutraro, Ingo Roßdeutscher, Eva Mettenmeier und Jannes Stubbemann sind Teil des Gründer-Netzwerks. Foto: Louis Ruthe

»Bielefeld Valley ist längst keine Illusion mehr«, sagt Eva Mettenmeier von der Founders Foundation. Seit 2016 haben 14 Start-Ups und 150 Gründer das »Founders-Camp« besucht. »Mittlerweile ist ein kulturelles Netzwerk in Bielefeld entstanden«, sagt Koordinatorin Eva Mettenmeier.

Seit dem Start der  Founders Foundation 2016 sei aus wenigen Start-Ups eine Szene von mehreren hundert Gründern geworden. »Doch es sind nicht nur mehr Gründer geworden«, sagt Karsten Eichenhofer. Er ist Teilnehmer des aktuellen Founders-Camp und hat das Start-Up »Legarius« gegründet. »Mit unserem Angebot erhalten Werkstätten ihre zu Unrecht gestrichene Versicherungsleistungen wieder«, sagt der Gründer. Die Kunden würden ihren Schriftverkehr mit den Versicherungen in einer Software hochladen und Mitarbeiter des Start-Ups würden automatisiert den tatsächlichen Anspruch ermitteln.

»Die ganze Region ist im Gründerzeitalter angekommen«, sagt Karsten Eichenhofer. Er selbst lebt mit Ingo Roßdeutscher (26) und Dennis Cutraro (26) beide Gründer des Unternehmens »Values-Desk« und Jannes Stubbemann (25), Gründer von »Swarms«, eine Gründer-WG an der Viktoriastraße. »Jeder von uns hat schon das Camp der Founders Foundation durchlaufen«, sagt Dennis Cutaro. Ein Netzwerk von Gleichgesinnten würde nicht nur den Gründern sondern auch der ganzen Region helfen. »Ostwestfalen wird immer als das Herz des Mittelstands bezeichnet«, sagt Ingo Roßdeutscher. Die Gründerszene in Bielefeld habe einen Vorteil gegenüber anderen Szenen in Deutschland. »Wir sind nah an weltweit agierenden Unternehmen«, sagt Jannes Stubbemann.

Durch die Founders-Foundation würden gute Kontakte zu wichtigen Geschäftsführern entstehen, die Kunden- oder Investorenakquise erleichtert werden und der Zusammenhalt gefördert. Bis zum 1. April können sich Gründer für das vierte »Founders-Camp« bewerben. Weitere Infos gibt es hier.

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