Bauabschnitt zwei soll früher enden – Möglichkeiten der Optimierung ausgeschöpft Sanierung der Heeper Straße bis 2022

Bielefeld (WB). Bereits Anfang 2022 soll die Sanierung der Heeper Straße auch im zweiten Bauabschnitt zwischen Huberstraße und Am Venn abgeschlossen sein – einschließlich der Herstellung einer neuen Straßendecke. Im Januar waren die städtischen Planer noch davon ausgegangen, dass alleine die Kanalbauarbeiten bis 2022, die anschließenden Straßenbauarbeiten noch ein weiteres Jahr dauern würden.

Von Peter Bollig
Abschnitt eins auf der Heeper Straße ist bald fertig. Zwischen Huberstraße und Am Venn soll ab 2019 gebaut werden.
Abschnitt eins auf der Heeper Straße ist bald fertig. Zwischen Huberstraße und Am Venn soll ab 2019 gebaut werden. Foto: Mike-D. Müller

Den aktuellen Zeitrahmen hat der Umweltbetrieb der Stadt (UWB) jetzt als Antwort auf eine Anfrage der FDP im Betriebsausschuss des UWB mitgeteilt. Die FDP beklagte darin am Beispiel der Heeper Straße die »viel zu lange andauernden« Baustellen mit Bauzeiten, die für Anwohner und Geschäfte nicht nur ein Ärgernis seien, sondern »ein Gebiet wirtschaftlich und sozial zerstören« könnten. Die Liberalen fragten nach Gründen für die langen Bauzeiten und nach Möglichkeiten einer Beschleunigung.

»Es werden alle Möglichkeiten der Optimierung ausgeschöpft«, versprach der Umweltbetrieb in seiner Antwort. Dazu gehöre einerseits der Einsatz mehrerer Baukolonnen an einer Baustelle. Für Abschnitt zwei an der Heeper Straße »werde der Auftrag so ausgeschrieben«, sagte Stefan Jücker, Technischer Betriebsleiter des UWB, dem WESTFALEN-BLATT. Zum anderen helfe die Möglichkeit, dass Kanal- und Straßenbau gleichzeitig an eine Firma ausgeschrieben werden dürfe. Dadurch muss nicht erst der Kanalbau komplett fertig sein, bevor die Straßenbauer anrücken; die Straßendecke kann bereits dort gebaut werden, wo die Kanalbauer in Teilabschnitten schon fertig sind.

Zuvor Kanal- und Straßenbau in der Bleichstraße

Für Stefan Jücker und Jörg Lichtenberg, der im Amt für Verkehr den Straßenbau koordiniert, hängt der Zeitplan allerdings von der Pünktlichkeit einer ganzen Reihe von Maßnahmen ab. Denn Abschnitt zwei der Heeper Straße kann erst dann starten, wenn zuvor Kanal- und Straßenbau in der Bleichstraße erledigt sind. »Wir können diese Straßen nicht gleichzeitig sperren«, betont Jücker. Und die Bleichstraße wird erst dann in Angriff genommen, wenn der erste Bauabschnitt der Heeper Straße abgewickelt wurde.

Dort ist zumindest ein vorläufiges Ende in Sicht: Der Abschnitt der Heeper Straße zwischen Kronenstraße und Huberstraße soll im April wieder für den Verkehr freigegeben werden. danach, so Jörg Lichtenberg, könne es auf der Bleichstraße losgehen, wo ebenfalls der Kanal erneuert und anschließend die Decke neu aufgebracht wird. Zielsetzung der Planer ist es, die Bleichstraße bis 2019 fertigzustellen, damit in der zweiten Jahreshälfte der Abschnitt zwei der Heeper Straße auf dem 2500 Meter langen Teilstück zwischen Huberstraße und Am Venn aufgerissen werden kann. 2022 soll dann die Gesamtmaßnahme auf der Heeper Straße abgeschlossen werden – einschließlich des abschließenden Baus der Straßendecke zwischen Teutoburger Straße und Am Venn. Etwa 17 Millionen Euro soll diese Maßnahme kosten, davon entfallen laut UWB etwa 5,5 Millionen Euro auf den Kanalbau.

Viele bauliche Hindernisse

Für Stefan Jücker ist die Heeper Straße indes ein gutes Beispiel für einen der wesentlichen Gründe, warum Kanalarbeiten vor allem in alten Straßen lange dauern: Hausanschlussleitungen und andere Versorgungsleitungen lägen oft nicht dort, wo Bauarbeiter sie vermuten. Viele bauliche Hindernisse seien nicht dokumentiert. Im Untergrund der Heeper Straße liege zudem eine für den norddeutschen Raum wichtige Ruhrgasleitung. Die Verlegung von Kanälen in Neubaugebieten, sagt Jücker, quasi auf der grünen Wiese, sei da wesentlich leichter.

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