Sechs Monate ohne Bewährung für Volksverhetzung Krolzig verurteilt

Bielefeld (WB). Das Amtsgericht Bielefeld hat den OWL-Vorsitzenden der neonazistischen Kleinstpartei »Die Rechte«, Sascha Krolzig, wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt – ohne Bewährung.

Sascha Krolzig (30), hier mit seinem Anwalt Dr. Björn Clemens (rechts).
Sascha Krolzig (30), hier mit seinem Anwalt Dr. Björn Clemens (rechts). Foto: Bernd Bexte

Der 30-Jährige hatte im August 2016 auf der Internetseite seiner Partei in einem Beitrag den Vorsitzenden der jüdischen Kultusgemeinde Herford-Detmold, Matitjahu Kellig (69), als »frechen Judenfunktionär« bezeichnet. Kellig hatte Krolzig daraufhin angezeigt.

Da der mehrfach vorbestrafte Rechtsradikale innerhalb einer Bewährungsfrist erneut straffällig geworden ist, droht ihm jetzt eine noch längere Haftstrafe. Sein Anwalt will jedoch alle Rechtsmittel ausschöpfen.

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