Bardüttingdorfer Band startet Proben für Solo-Konzert in der Rudolf-Oetker-Halle »Von Weiden« elegant und groß

Spenge/Melle (WB). »Fünf Minuten und 27 Sekunden pure Emotionen.« Henning Kreft grinst und legt das Smartphone beiseite, mit dem er gerade gefilmt hat. Aufgezeichnet hat der Frontmann der Bardüttingdorfer Polka- und Indiefolkcombo »Von Weiden« einen Probedurchlauf des Songs »Der See«. Am Freitag, 23. März, 20 Uhr, gastiert die Formation in der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle.

Von Daniela Dembert
Frontfrau Greta Schwekendiek gibt bei »Leg die Pistole weg« den Ton an.
Frontfrau Greta Schwekendiek gibt bei »Leg die Pistole weg« den Ton an. Foto: Dembert

»Adrett und elegant« lautet dann das Motto, unter dem »Von Weiden« ihre Titel in komplett neuen Arrangements mit einer Vielzahl von Gastmusikern präsentieren. Am vergangenen Wochenende wurden die Proben für den Auftritt gestartet. Dafür haben sich die Musiker auf Schloss Königsbrück eingenistet, wo auch schon das Album »Ruf der Provinz« aufgenommen wurde. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.

»Adrett und elegant«

»Für uns ist das hier optimal. Wir haben genug Platz für Musiker und Instrumente«, sagt Henning Kreft. Außerdem liefere das malerische Landidyll zwischen Bardüttingdorf und Melle-Neuenkirchen beste Voraussetzungen für konzentriertes Proben: »Wir haben hier keinen Handyempfang.«

Ein wenig eng wird es aber doch. Neben den acht Stammmusikern der Band steht die »Chit Chat Company«, ein 30-köpfiger Chor aus Bielefeld in dem niedrigen Raum zwischen Instrumenten und technischem Equipment. »Beim Konzert werden etwa 60 Musiker auf der Bühne stehen«, verrät Multiinstrumentalist Kreft. Geiger Dorin Aaiber werde von einem Streichquartett unterstützt, die Blassektion werde zu einer ganzen Blaskapelle aufgestockt und eine Gipsy-Swing-Band, in der Kreft in früheren Jahren gespielt hat, sei ebenfalls mit von der Partie.

Auftritt vor 1500 Zuhörern

In die Oetker-Halle passen etwa 1500 Menschen. Damit plant die Band ihr bisher größtes Solo-Konzert. »Es soll etwas Besonderes sein. Dem Rahmen entsprechend ein festliches Konzert«, meint Sängerin Greta Schwekendiek. Die Idee sei schon vor etwa zweieinhalb Jahren aufgekommen und hin und her gewälzt worden. Seit einem halben Jahr laufen die Vorbereitungen zur adrett-eleganten Abendveranstaltung.

Klarinettist Antoine Boecker hat sich um die Chor-Arrangements gekümmert, Dorin Aaiber um die Noten für die Streicher. »Die externen Musiker sind alle bestens ausgestattet worden. Der einzige Risikofaktor sind wir selbst«, meint der Frontmann lachend. Den Chor hören die Musiker selbst zum ersten Mal.

Henning Kreft spielt Lap-Steel-Gitarre Foto: Dembert

»Das ist auch für uns spannend«, sagt Drummer Simon Kreft, der gemeinsam mit seinen Brüdern den Grundstein zur Band legte, die in der jetzigen Konstellation seit 2011 zusammen spielt.

Jedes Wochenende wird geprobt

Zig Musiker unter einen Hut zu bringen bedarf einiger Disziplin, vor allem aber einer guten Planung. Bis zum Auftritt wird jedes Wochenende in unterschiedlichen Konstellationen geprobt.

Am Freitag, 23. März, stehen zur Generalprobe dann alle erstmalig gemeinsam auf der Bühne. »So ein Tag muss genau durchgetaktet sein«, sagt Antoine Boecker. »Von Weiden« bringen ihre Songs von »flott bis tragend«, so Kreft, »in jedem Fall aber ganz anderes als bisher gehört«.

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