Bürgerantrag fordert: Fahrzeugaufkommen eindämmen – Politik schließt sich an Konzept für Großdornberger Straße

Bielefeld (WB). Der Fahrzeugverkehr auf der Großdornberger Straße soll künftig in geordneten Bahnen verlaufen und nicht ins Extreme steigen. Das fordern Anwohner der Straße und haben damit von den Bezirksvertretern die volle Unterstützung bekommen. Ein Verkehrskonzept soll regelnd eingreifen.

Von Volker Zeiger
Die Anwohner der Großdornberger Straße befürchten durch die Baugebiete »Fürfeld« und »Grünewaldstraße« ein noch größeres Verkehrsaufkommen.
Die Anwohner der Großdornberger Straße befürchten durch die Baugebiete »Fürfeld« und »Grünewaldstraße« ein noch größeres Verkehrsaufkommen. Foto: Volker Zeiger

Anwohner Andreas Frerkes hatte eine Eingabe – nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung NRW – eingereicht und um Prüfung gebeten, »welchen Einfluss die neuen Baugebiete ›Fürfeld‹ und ›Grünewaldstraße‹ auf den Individualverkehr auf der zum jetzigen Zeitpunkt schon stark belasteten Großdornberger Straße haben«. Die künftige Entwicklung sei zu analysieren und den Anwohnern eine »nachhaltige Perspektive aufzuzeigen«.

Im Baugebiet »Fürfeld« sollen, wie berichtet, 114 neue Wohneinheiten plus 55 Studentenwohnungen entstehen, die Bebauung an der Grünewaldstraße hat laut bisheriger Planung gut 700 Wohneinheiten zur Folge. Dies alles führe zu einer deutlichen Mehrbelastung der »Großdornberger«, die nur mit Tempo 30 befahren werden darf, sagte Frerkes. Er wies vor den Bezirksvertretern darauf hin, dass der Fahrzeugverkehr innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich zugenommen und inzwischen ein »Niveau erreicht habe, das die Anwohner stark belastet«.

Sanierung gefordert

Bezirksbürgermeisterin Frauke Viehmeister (SPD) sagte Hilfe zu und verspricht. »Wir wollen eine sinnvolle Verkehrslenkung hinbekommen.« Hermann Berenbrinker (CDU) stimmte zu, kritisierte aber die Haltung der Verwaltung, weil sie das Verkehrsaufkommen als »nicht so schlimm« erachte.

Paul John (Grüne) lobte den Vorstoß des Anwohners per Bürgereingabe und hält nicht nur ein Verkehrsgutachten für sinnvoll, sondern ein Konzept zur weiteren Verkehrslenkung. Die Bezirksvertreter stimmten einhellig für solche Maßnahmen.

Des Weiteren forderte das Gremium erneut, die ziemlich lädierte Strecke der Großdornberger Straße, die sich der Wohnbebauung anschließt, zu sanieren. Das Amt für Verkehr hatte auf einen entsprechenden Bezirksvertreterbeschluss vom Oktober inzwischen Schilder an der Fahrbahn aufgestellt, die auf Schäden hinweisen. Die Verwaltung will, wie es hieß, vor Reparaturen erst noch »Bohrsondierungen« im Unterbau der Straße ausführen lassen.

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