Neues Geschäft an der Stapenhorststraße - Gerland zieht in früheren »Strafraum« Hörmanufaktur und Kindermode

Bielefeld (WB). In der Bielefelder City ist wieder Bewegung. In die Räume des ehemaligen Sportgeschäft »Strafraum« am Niederwall 18 zieht eine »Hörmanufaktur«. An der Stapenhorststraße ist das Mode- und Wohngeschäft die »Kleine Liebe« neu. Der Möbel- und Dekoladen »by Mai« schließt Geschäft zum 31. März.

Von Louis Ruthe
Leslie Veale (von links), Britta Sielemann und Martina Münsterteicher sind die Gesichter des Modeladens »Kleine Liebe«.
Leslie Veale (von links), Britta Sielemann und Martina Münsterteicher sind die Gesichter des Modeladens »Kleine Liebe«. Foto: Louis Ruthe

»Kleine Liebe«

In den neuen Räumen der »Kleine Liebe« bestimmen Kindermützen aus Strick, handgefertigte Lederpuschen, individuell gestaltbare Nachtlichter sowie Kissen mit Namen drauf die Einrichtung. Von der Arndtstraße sind Leslie Veale, Britta Sielemann, Martina Münsterteicher und Manuela Bischoff an die Ecke Stapenhorststraße/ Große-Kurfürsten-Straße gezogen. Seit 2006 besteht das Geschäft »Kleine Liebe« bereits.

»Wir haben mit Handarbeiten für Kinder angefangen«, sagt Leslie Veale. Über die Jahre hinweg habe man Wohnaccessoires sowie Geschenkideen mit angeboten. Mittlerweile gibt es auch Damenoberbekleidung. »Wir fertigen unsere Produkte weitestgehend selber an«, sagt Leslie Veale. Viele Artikel seien personalisierbar und werden lediglich auf Kundenwunsch angefertigt. »Wir wollten eine Veränderung«, sagt Britta Sielemann.

Rückzug

Das Möbel-, Deko- und Modegeschäft »by Mai« gibt zum 31. März seinen Standort an der Stapenhorststraße auf. »Wir hatten ein sehr gutes Jahr hier«, sagt Inhaberin Hien Mai. Nach der Grundsanierung des Hauptgeschäftes an der Teutoburger Straße 41 zieht es die 33-Jährige mit ihrem Geschäft Ende März wieder zurück. Vor drei Jahren eröffnete sie dort ihr erstes Geschäft. »Vom 1. März an werden wir an dem alten Standort wieder Wohnaccessoires, Heimtextilien sowie Mode anbieten«, sagt sie.

»Ich möchte meinen Kunden immer Unikate anbieten«, sagt Hien Mai. Sie bedauere die Aufgabe ihres Geschäftes an der Stapenhorststraße. »Ich habe hier sehr viele nette Kunden kennengelernt«, sagt sie. Doch zwei Geschäfte gleichzeitig könne die Inhaberin nicht stemmen.

Hörmanufaktur

»Der Hörgeräte-Markt wächst stetig«, sagt Thorsten Gerland, Geschäftsführer Gerland Hörgeräte. Seine achte Filiale innerhalb der Stadt hat er am Montag eröffnet. »Hörmanufaktur« heißt das neue Geschäft in den ehemaligen Räumen des »Strafraum« am Niederwall 18 . Die Leitung übernimmt Hörgeräte-Akustiker Lukas Klein. »Hörhilfen mit smarten Funktionen werden hier hauptsächlich angeboten«, sagt Thorsten Gerland. Bewusst habe der 52-jährige Geschäftsführer das Wort »Manufaktur« für seine Filiale ausgewählt. »Eine Anfertigung von individuellen ›In-Ear‹-Kopfhörern sowie Hörgeräten, die sich mit dem Smartphone, Computer oder Fernseher vernetzen lassen, das ist die neue drahtlose Hörgeräte-Generation«, sagt Lukas Klein.

Musik vom Handy oder Tablet hören, die Freisprechfunktion beim Mobiltelefon übernehmen oder kompatibel für Apps sowie Fernbedienungen, dies alles könnten Hörgeräte bereits übernehmen. »Einige Hersteller sind dabei, Hörgeräte zu entwickeln, die Sprachen live übersetzen können«, sagt Thorsten Gerland. Auf 240 Quadratmetern hat der Hörgeräte-Akustiker das ehemalige Sportgeschäft im Erdgeschoss in einen offenen Verkaufsraum und zwei Hörkabinen sowie im Keller in ein Schulungszentrum mit 50 Plätzen umgebaut. Die früher vom Strafraum genutzte erste Etage wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt abgetrennt und als Büro vermietet.

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