Medizinische Fakultät an der Universität als Thema im Hauptausschuss des Rates Der Stand der Dinge

Bielefeld (WB/bp). Zum Winter­semester 2021/22 soll es möglich sein, in Bielefeld Medizin zu studieren . Im Hauptausschuss des Rates, der am Mittwoch tagt, gibt der Verein zur Förderung der medizinischen Ausbildung und Versorgung OWL e.V. einen Bericht zum Stand der Dinge.

»Perfekte Übergangslösung«: Professoren der medizinischen Fakultät beziehen im September das Innovationszentrum.
»Perfekte Übergangslösung«: Professoren der medizinischen Fakultät beziehen im September das Innovationszentrum. Foto: BGW

Im September 2018 nimmt die medizinische Fakultät im Innovationszentrum, das die BGW an der Morgenbreede baut, ihre Arbeit auf. Universitäts-Sprecher Ingo Lohuis spricht von einer »perfekten Übergangslösung«. Die BGW vermietet an die Hochschule 4260 Quadratmeter im Innovationszentrum für die Dauer von zunächst fünf Jahren. Stellen für Professoren und Mitarbeiter der medizinischen Fakultät würden ausgeschrieben und in diesem Jahr besetzt. Für sie stünden dann ab September Büros und Labore zur Verfügung, wenn die ersten angehenden Mediziner ihr Studium aufnehmen, seien zusätzlich auch Seminarräume erforderlich. Bis zum Wintersemester 2021/22 werde es noch keinen Neubau für die medizinische Fakultät geben. Wunsch der Universität sei es aber, diesen Neubau an Stelle der drei Parkhäuser vor dem Uni-Stammgebäude errichten zu lassen. Eine Entscheidung über einen Standort sei jedoch noch nicht gefallen, bestätigt auch Carsten Pilz, Sprecher des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW, Niederlassung Bielefeld.

Mindestens 24 Kliniken benötigt

Im Hauptausschuss wird noch einmal berichtet, dass mindestens 24 Kliniken im Sinne von Fachabteilungen in Krankenhäusern benötigt werden, um die Anforderungen der ärztlichen Approbationsordnung erfüllen zu können.

Schwerpunkt werde die Allgemeinmedizin bilden: Die angehenden Mediziner sollen auch insbesondere auf die neuen Herausforderungen der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen sowie auf die Digitalisierung der Medizin vorbereitet werden.

In diesem Jahr ständen im Haushalt des Landes 4,5 Millionen Euro für den Ausbau der medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld bereit, dieser Betrag solle bis 2021 auf 45 Millionen Euro anwachsen.

Ein Ziel des Vereins: Ostwestfalen-Lippe zu einer Modellregion für die Medizinerausbildung zu machen.

Der Hauptausschuss tagt am Mittwoch ab 17 Uhr im Alten Rathaus.

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