Bezirksvertretung Heepen stimmt für neues Baugebiet an der Potsdamer Straße Wohnhäuser statt leerer Fabrikhallen

Bielefeld (WB). Auf dem Grundstück an der Ecke Potsdamer Straße/Alter Postweg, auf dem bislang noch leer stehende Firmengebäude stehen, sollen Wohnhäuser gebaut werden. Nachdem das Projekt schon Anfang 2016 vorgestellt worden war und zwischenzeitlich der Investor gewechselt hat, hat die Bezirksvertretung Heepen nun die notwendige Änderung des Bebauungsplans beschlossen.

Von Hendrik Uffmann
Noch stehen auf dem Gelände die Gebäude der Maschinenfabrik Wiethüchter und der Zimmerei Bansmann.
Noch stehen auf dem Gelände die Gebäude der Maschinenfabrik Wiethüchter und der Zimmerei Bansmann. Foto: Mike-Dennis Müller

Noch stehen auf dem südlichen Teil des knapp einen Hektar großen Areals zwei Produktionshallen, ein dreigeschossiger Bürobau und mehrere kleinere Nebengebäude der ehemaligen Maschinenfabrik Wiethüchter und der frühere Zimmerei Bansmann. Beide Unternehmen haben ihren Betrieb schon vor Jahren eingestellt, seit dem werden die Gebäude nicht mehr genutzt.

Da das Gelände aufgrund der Nähe zu den angrenzenden Wohngebieten für eine gewerbliche Nutzung nicht mehr in Frage kommt, sind dort nun insgesamt vier neue Häuser mit insgesamt 42 Wohneinheiten geplant. Ein Viertel davon soll als öffentlich geförderter Wohnraum entstehen.

Büros im Erdgeschoss

Parallel zur Potsdamer Straße soll ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus gebaut werden, in dessen Erdgeschoss Büros und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen sind. Die Firsthöhe ist auf maximal 18,70 Meter festgesetzt. Dahinter, entlang des Stichwegs Alter Postweg, sollen drei Mehrfamilienhäuser ausschließlich für Wohnungen entstehen. In der Höhe sollen diese gestaffelt werden – das am westlichsten gelegene Haus soll zweigeschossig sein (maximale Firsthöhe 15,80 Meter), die beiden anderen Gebäude in Richtung Potsdamer Straße sollen dreigeschossig werden (maximale Firsthöhe 16,70 Meter). Erschlossen werden sollen die neuen Häuser über die Stichstraße des Alten Postwegs, die auch künftig keine Verbindung zur Potsdamer Straße haben soll. Um Parkplätze zu schaffen, ist eine Tiergarage geplant.

Schon im Januar 2016 hatte die Bezirksvertretung Heepen sich mit diesen Plänen, die Dirk Tacke vom Planungsbüro Hempel und Tacke vorgestellt hatte, beschäftigt und sie grundsätzlich begrüßt. Bedenken gab es lediglich hinsichtlich des Schallschutzes zum Biergarten des angrenzenden Hotel- und Restaurantbetriebs am Alten Postweg. Auch der Stadtentwicklungsausschuss hatte dem Vorhaben im Februar 2016 zugestimmt.

Projekt im Juni 2017 vorgestellt

Im Oktober 2016 hatte der Investor laut einer Mitteilung des städtischen Bauamtes angekündigt, die Pläne nicht weiter zu verfolgen. Im Juni 2017 hatte Dirk Tacke das Projekt dann erneut in der Bezirksvertretung vorgestellt und erklärt, dass es inzwischen einen Wechsel des Investors gegeben habe, der die bestehende Planung aber weitestgehend übernommen habe. Bedenken an dem Projekt hatten daraufhin die im Süden angrenzenden Firmen und die Industrie- und Handelskammer angemeldet. Sie befürchteten unter anderem, dass durch die neuen Wohngebäude höherer Auflagen für den Schallschutz auf sie zukommen könnten. Laut Bauamt müssen die an die Firmen angrenzenden Wohnungen ohnehin eine stärkere Lärmbelastung in Kauf nehmen, dies gelte auch für die neuen Gebäude. Diese würden die angrenzenden Firmen also nicht beeinträchtigen.

Dennoch wurde in dem jetzt von der Heeper Bezirksvertretung beschlossenen Bebauungsplan die Schallschutzmaßnahmen noch einmal überarbeitet. Am 30. Januar berät der Stadtentwicklungsausschuss über den Bebauungsplan, die Entscheidung im Stadtrat soll am 8. Februar fallen.

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