Handelsgruppe sieht Trendwende – Weitere Märkte werden modernisiert Bünting erwartet schwarze Zahlen

Leer/Bielefeld (WB/OH). Die kriselnde Bünting-Gruppe mit den Supermarktketten Combi, Jibi und Famila Nordwest rechnet nach drei verlustreichen Jahren für 2018 unter dem Strich wieder mit einem Gewinn.

Die Jibi-Märkte sind Teil der Bünting-Gruppe.
Die Jibi-Märkte sind Teil der Bünting-Gruppe. Foto: Starke

Das gab das Unternehmen mit Sitz in Leer gestern bekannt. Seit der Übernahme der Handelsketten Jibi und Minipreis befinden sich viele der 220 Einkaufsmärkte der Gruppe in OWL.

In den Jahren 2015 und 2016 fiel, wie berichtet, jeweils ein Konzernverlust von rund 20 Millionen Euro an. 2016 hatte die Bünting-Gruppe aber immerhin im operativen Geschäft ohne Sondereffekte einen Überschuss von 207.000 Euro erzielt – nach einem Vorjahresverlust von 19,8 Millionen. 2017 habe sich die positive Entwicklung weiter fortgesetzt, teilte Bünting gestern mit, ohne Einzelheiten zu nennen.

Zur Verbesserung soll neben der Schließung und dem Verkauf von nicht rentablen Filialen auch ein »freiwilliges« Sparprogramm auf der Mitarbeiterseite beitragen. Viele der 10.000 Beschäftigten leisten seit Juni 2017 bis Mitte 2020 eine Stunde Mehrarbeit pro Woche, erhalten fünf Prozent des Lohnes in Warengutscheinen ausgezahlt und geben sich mit einem jährlichen Gehaltsplus von 0,5 Prozent zufrieden. Die Personalkosten inklusive Sozialabgaben der Gruppe (14.000 Mitarbeiter) mit Groß- und Teehandel beliefen sich 2016 auf 270 Millionen Euro.

Fortgesetzt werde die Modernisierung der Märkte. 40 Standorte seien 2017 aufgewertet worden, der Prozess solle bis 2019 laufen.

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