Sanierung der Schloßhofstraße wird wohl parallel zur Brückensanierung der Bahn laufen Wieder mehrere Baustellen gleichzeitig

Bielefeld (WB). Auf den Bielefelder Westen und den Stadtbezirk Schildesche kommen voraussichtlich erneut massive Verkehrsbehinderungen zu. Denn parallel zur zwei Jahre dauernden Sanierung der Bahnbrücken an Schildescher Straße, Schillerstraße und Von-Recke-Straße, die im Mai beginnen, soll ab Anfang 2019 auch die Schloßhofstraße zwischen Voltmannstraße und Melanchthonstraße erneuert werden.

Von Hendrik Uffmann

Da die Wertherstraße durch die Sperrung an der Von-Recke-Straße als Route in die Innenstadt dann ebenso ausfällt wie die Schloßhofstraße, dürfte sich der Autoverkehr auf die Jöllenbecker- und die Stapenhorststraße konzentrieren. Verhindern werden lassen sich diese parallelen Baustellen wohl nicht – denn dann würden aller Voraussicht nach die Fördergelder für den Umbau der Schloßhofstraße wegfallen, erklärt Dirk Vahrson vom städtischen Verkehrsamt.

Frustrierte Autofahrer

Jede Menge Baustellen, viele Staus und frustrierte Autofahrer – gerade der Stadtbezirk Schildesche ist seit Monaten und bis heute arg gebeutelt durch Straßensanierungen wie an der Sudbrack-, Apfel- und Beckhausstraße.

Vor allem dass an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet und gesperrt wurde, sorgte für große Probleme und schließlich dafür, dass das Verkehrsamt sogar die Schildescher Straße teilweise für den Autoverkehr sperren wollte, damit es zumindest für die Stadtbahnen ein Durchkommen geben sollte – erst durch ein Veto von Oberbürgermeister Pit Clausen wurde dieses Vorhaben gestoppt.

»Task-Force« gegründet

Um die Baustellenplanung künftig besser zu koordinieren, wurde als Folge im Herbst eine »Task-Force« mit Vertretern der Stadt und der Stadtwerke gegründet, die unter anderem mit Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann und den städtischen Dezernenten Gregor Moss (Bauen) und Anja Ritschel (Umwelt) sowie verschiedenen Amtsleitern hochkarätig besetzt ist.

In diesem Gremium soll nun noch einmal über das Vorhaben an der Schloßhofstraße beraten werden, erklärt Vahrson. »Die Task Force hat das auf dem Schirm.« Das Problem sei jedoch, dass die 3,8 Millionen Euro teure Straßenbaumaßnahme zu 80 Prozent durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes finanziert werden soll – und diese Mittel nur zeitlich befristet abgerufen werden können. Würden die Arbeiten verschoben, bis die Sanierung der Bahnbrücken abgeschlossen ist, müsste die Stadt auf diese Förderung verzichten, erklärt Dirk Vahrson.

Baumaßnahmen sollen nicht gleichzeitig stattfinden

In der Bezirksvertretung Schildesche machten sich am Donnerstag dennoch die Mitglieder dafür stark, dass die Baumaßnahmen nicht gleichzeitig stattfinden sollen. »Die Baustelle Schloßhofstraße darf nicht parallel zum Bahnbrückenbau stattfinden«, sagte Michael Weber (CDU).

Und Susanne Kleinekathöfer (SPD) wie darauf hin, dass Voraussetzung für Brückenarbeiten sei, dass bis zu deren Beginn die aktuell laufende Sanierung der Beckhausstraße zwischen Herforder Straße und Johannisstift abgeschlossen sein müsse. Dies betonte auch Dirk Vahrson und erklärte, dass es dazu bereits Gespräche mit der Strabag AG als ausführender Firma gegeben habe. »Wir müssen im Mai fertig sein. Notfalls will das Unternehmen die Arbeitskolonnen verstärken.«

Für die Schloßhofstraße habe er hingegen die Hoffnung, dass die großräumige Umleitung über die dann fertiggestellte Voltmannstraße angenommen werde und sich die Autofahrer von Mai 2018 bis Januar 2019 darauf eingestellt haben. »Dann kommt die Sperrung der Schloßhofstraße ja nicht von heute auf morgen, die Ausweichrouten müssten sich bis dahin eingepegelt haben.«

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