Tierschutzverein Bielefeld warnt »Kastration schützt vor Katzenelend«

Bielefeld (WB). Mit einer Vielzahl junger Katzen rechnet der Tierschutzverein Bielefeld innerhalb der kommenden Wochen. Nicht kastrierte Freigänger und wild lebende Katzen sorgen nach seiner Erfahrung insbesondere im Frühjahr für meist unerwünschten Nachwuchs.

EIne Katze im Tierheim.
EIne Katze im Tierheim. Foto: Mike-Dennis Müller

Deshalb appelliert der Tierschutzverein jetzt an alle Katzenbesitzer, deren Tiere noch nicht unfruchtbar gemacht wurden, dieses umgehend nachzuholen.

»Die räumlichen und finanziellen Kapazitäten der Tierheime reichen oft nicht aus, um die Flut an Jungtieren aufzunehmen«, sagt Vorsitzender Helmut Tiekötter. Pro Jahr nähmen die deutschen Tierheime rund 130.000 Katzen in Obhut – und dies bei steigenden Kosten und längerer Verweildauer der Tiere.

Kastrationsaktion ab 15. Januar

Für Tierhalter mit schmalem Budget soll eine am 15. Januar beginnende Kastrationsaktion gefördert werden, indem sowohl die beteiligten Tierärzte, als auch der Verein sich an den Kosten beteiligen. Das soll geschehen, damit die Zahl der frei lebenden Katzen nicht weiter wächst. So fing der Bielefelder Tierschutzverein auch im Laufe des Jahres Tiere bei Impfungs- und Kastrationsaktionen ein, um sie anschließend gekennzeichnet und damit identifizierbar in ihrem Revier freizulassen.

Helmut Tiekötter: »Mehr als 20 Tiere wurden vor wenigen Wochen allein in Brackwede auf einem Grabeland gefangen und so behandelt.« Tierfreunde, die die Arbeit des Vereins unterstützen möchten, könnten für die Kastration frei lebender Katzen spenden und somit einen Beitrag zur Minderung des Elends leisten.

Außerdem teilt der Tierschutzverein mit, dass im Dezember noch 169 Katzen das Tierheim bevölkerten. Seit dem 2. Januar seien 21 davon in neue Unterkünfte vermittelt worden.

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