Drohende Schweinepest: Für Veterinär Dr. Jostmeyer ist Reduzierung der Bestände unverzichtbar Wildschwein-Bejagung wird fortgesetzt

Bielefeld (WB/-md-). Die intensive Bejagung des Schwarzwildes in und um Bielefeld wird angesichts der Bedrohung durch die in Osteuropa grassierende Afrikanische Schweinepest weiter fortgesetzt.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Nach der Auswertung der am Dienstag abgehaltenen großen Drückjagd mit acht beteiligten Jagdbezirken und mehr als 100 Schützen sieht Stadtveterinär Dr. Hans-Helmut Jostmeyer die künftigen Aktionen verteilt in den einzelnen Revieren. Es müsse, so Jostmeyer, jetzt im »Einzelansitz« bejagt werden: »Das Instrument der Jagd ist unverzichtbar. Das ist eine Daueraufgabe für Jahre.«

Gleichzeitig kündigte Jostmeyer an, die zwingend notwendige Einzäunung der Autobahn im Bereich des Bielefelder Berges in Zukunft mit großem Engagement bei den entsprechenden Entscheidungsträgern zu thematisieren. Jostmeyer: »Das ist eine Sache, für die ich mich persönlich stark einsetzen werde. Wenn man nicht damit anfängt, wird es nie etwas.« Der Fernfahrer-Alltag an der Autobahn und ihren Parkplätzen zeigt das große Risiko, Krankheitserreger über mitgebrachte Lebensmittel aus Osteuropa in Ostwestfalen einzuschleppen. Zu viele Wildschweine, die sich an Abfalleimern bedienten, erhöhten die Gefahr ganz massiv.

Im Hinblick auf die bei Peta und BUND erkennbaren Positionen gegen die Reduzierung der Schwarzwild-Bestände forderte der Veterinär in Zeiten wachsender Schäden und Bedrohungen ein Mehr an Informationsaustausch mit sachlichen Argumenten.

Für Bielefeld und den Kreis Herford findet deshalb Anfang Februar eine ausführliche Informationsveranstaltung des WLV-Kreisverbandes in Elverdissen für die Landwirte in der Region statt, teilte Jostmeyer mit. Das Thema berge für Jäger und Landwirte eine große Verantwortung.

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