Stauteich III soll an der breitesten Stelle von 49 auf 85 Meter wachsen Naherholung am Luttersee

Bielefeld (WB). Aus dem Stauteich III soll ein Luttersee werden. Die Planungsidee ist Teil des »Freiraumplanerischen Rahmenkonzeptes Luttergrünzug«. Bis 2022 könnte der See Wirklichkeit werden. Die Kosten würden bei rund fünf Millionen Euro liegen.

Von Michael Schläger
Blick auf den Stauteich III: Rechts im Bild befindet sich die Heeper Straße, zwischen Straße und Teich die Kleingärten, die für eine Vergrößerung des Sees weichen müssten.
Blick auf den Stauteich III: Rechts im Bild befindet sich die Heeper Straße, zwischen Straße und Teich die Kleingärten, die für eine Vergrößerung des Sees weichen müssten. Foto: Thomas F. Starke

Das Essener Planungsbüro DTP hat die See-Pläne entwickelt, die Stadt hat sie jetzt öffentlich gemacht. Danach soll der Stauteich III vergrößert und zum »Luttersee« mit natürlich anmutenden, geschwungenen Uferlinien umgestaltet werden.

Der See würde im Norden durch eine Parkanlage begrenzt. Dort soll es Spiel- und Erholungsflächen geben, auch ein Café oder eine Gaststätte könnten eingerichtet werden. Das Südufer des Luttersees würde naturnah gestaltet. Die Wasserfläche des Sees müsste an der breitesten Stelle von heute rund 49 Meter auf 85 Meter ausdehnt werden. Angedacht ist ein verändertes Wegesystem. Fußgänger und Radler sollen sich dabei nicht ins Gehege kommen.

Kleingärten müssten verlagert werden

Der See braucht Platz. Deshalb müssten Teile der Kleingartenanlage des Kleingartenvereins »Am Stauteich III« verlagert werden. Ersatzstandorte seien erforderlich und in dem Konzept berücksichtigt. Deren planungsrechtliche Realisierbarkeit müsse aber noch untersucht werden, heißt es. Die Kleingärtner haben bereits grundsätzlich die Bereitschaft zum Umzug signalisiert.

Durch die Verlagerung der Kleingärten könnte nicht nur der Grünzug attraktiver gestaltet werden. Es bliebe auch noch eine Fläche für zusätzlichen Wohnungsbau. 3650 Quadratmeter stünden dafür nach Meinung der Planer entlang der Heeper Straße zur Verfügung. Die Wohnbebauung könnte auch als Lärmschutz zwischen Straße und Park dienen.

Finanzierung möglich

Im Zuge der Umgestaltung würde der Stauteich II aufgegeben. Nördlich des bisherigen Stauteichs würde das Gelände aufgefüllt und eine neue Verbindung abseits der Nachtigallstraße hergestellt. Zurzeit wird der bestehende Grünzug hier noch unterbrochen.

Die Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Stadt, die Lutter bis spätestens 2024 in einen naturnahen Zustand zu bringen und die Durchgängigkeit des Gewässers herzustellen. Deshalb müssen nun auch zügig die politischen Gremien beraten. Eine weitgehende Finanzierung über Zuschüsse scheint möglich.

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