Feuerwehr rückt in Bielefeld an Heiligabend zweimal aus Kerzen am Adventskranz vergessen

Bielefeld (WB/cf). Feuerwehreinsatz an der Gumbinner Straße an Heiligabend kurz nach Mitternacht: Hausbewohner hatten dort ihre Wohnung verlassen und vergessen, die Kerzen am Adventskranz zu löschen – das Gesteck geriet in Brand und drohte, das gesamte Wohnzimmer in Flammen zu setzen.

Einsatz an Heiligabend.
Einsatz an Heiligabend. Foto: Christina Falke

Verhindert wurde dies durch die in der Wohnung installierten Rauchmelder, aufmerksame Nachbarn und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr. Verletzt wurde niemand.

Um 0.04 Uhr hatten Nachbarn der Wohnung im Vier-Parteien-Haus den schrillen Alarmton des Raumelders gehört und daraufhin auch Feuerschein in der Wohnung im Erdgeschoss entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Nur fünf Minuten später waren die Einheiten der Berufsfeuerwehr der Hauptwache am Stadtholz und der Löschabteilung Sieker der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. »Da die Bewohner nicht zu Hause waren, mussten wir die Wohnungstür gewaltsam öffnen«, erklärte Einsatzleiter Dirk Fortmeier. Laut Aussagen von Nachbarn hatten die Bewohner die Wohnung bereits am Nachmittag gegen 15 Uhr verlassen.

Unter Atemschutz drang ein Löschtrupp in die Wohnung ein, entdeckte den brennenden Adventskranz im Wohnzimmer und konnte die Flammen auch schnell löschen. Dennoch entstand durch Rauch und Ruß ein Sachschaden von etwa 3000 Euro.

Einsatz in Flüchtlingsunterkunft

Fehlalarm an der Flüchtlingsunterkunft. Foto: Falke

Mit Hilfe von Überdruckbelüftern belüfteten die Einsatzkräfte anschließend die Wohnung und das Treppenhaus des Hauses. Während der Löscharbeiten mussten die Bewohner der drei anderen Wohnparteien ins Freie, konnten jedoch gegen 1 Uhr wieder zurück in das Gebäude. Auch die Wohnung, in der es gebrannte, sei noch bewohnbar, so Einsatzleiter Fortmeier.

Als die Feuerwehr ihren Einsatz an der Gumbinner Straße gerade beendet hatte, wurde sie erneut alarmiert. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr eilte umgehend weiter zur Otto-Brenner-Straße 45.

Dort hatte die Brandmeldeanlage in dem Übergangswohnheim für Flüchtlinge in der ehemaligen Pestalozzischule, in dem aktuell 75 Menschen leben, angeschlagen – Feuer konnten die Einsatzkräfte jedoch nicht entdecken. »Fehlalarm«, sagte Einsatzleiter Michael Graf.

Möglicherweise habe einer der Bewohner den Alarm ausgelöst, in dem er in seinem Zimmer geraucht habe.

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